Sie sind hier:Home»Veranstaltungen»Jahrestagungen»Tagungsarchiv»Essen 2005»Programm»Block B

Block B

Verstehen wie Programme wirken - Modellierungen von Wirkungen über Programmtheorie I (B1)

13.10.2005, von 16 bis 17.30 Uhr

Verstehen wie Programme wirken - Modellierungen von Wirkungen über Programmtheorie I

veranstaltet vom AK Soziale Dienstleistungen

„Verstehen wie Programme wirken - Modellierung von Wirkungen über Programmtheorie“ – Teil 1
In der öffentlichen und politischen Diskussion zu Angeboten, Programmen und Politiken im Feld sozialstaatlicher Leistungen sind Fragen der „Wirkung“, „Effektivität“ und „Zielerreichung“ zu gewichtigen Argumenten geworden. So nachvollziehbar die Bedeutung dieser Argumente aus politischer wie auch aus fachlicher Sicht sind, so schwierig erweist es sich, komplexe Wirkungszusammenhänge empirisch angemessen beschreiben zu können: Heterogene Programme können unterschiedliche Arbeitsformen und Strategien anwenden um die gleichen Ergebnisse zu erzielen; in anderen Fällen werden vergleichbare Maßnahmen eingesetzt, um Unterschiedliches zu erreichen; wirkungsvolle Maßnahmen in einem spezifischen Kontext können sich als uneffektiv in anderen Kontexten erweisen usw.. Kausale Verknüpfungen ausfindig und überprüfbar zu machen stellt daher eine theoretische und methodische Herausforderung dar. Die theoretische Herausforderung liegt darin, die einem Programm oder einer Maßnahme zu Grunde liegenden meist impliziten Annahmen, warum bestimmte Aktivitäten bei spezifischen Zielgruppen und unter bestimmten Rahmenbedingungen zu den angestrebten Zielen führen sollen, zu explizieren (Wirkungsmodellierung). Methodisch schließt sich hier die zunächst die Frage an, mit welchen Verfahren implizite Programmannahmen erhoben und eine „Programmtheorie“ entwickelt werden kann. Insbesondere aber interessiert auch, wie diese „Programmtheorie“ in einem zweiten Schritt als Grundlage für die Beantwortung der Frage, ob Aktivitäten mit begründbarer Wahrscheinlichkeit zu beobachteten Ergebnissen beigetragen haben, in ein Erhebungsdesign eingebettet werden kann. In dieser Veranstaltung sollen Verfahren, Vorgehensweisen und Instrumente vorgestellt und im Hinblick auf ihre Anwendbarkeit in den Feldern sozialer Dienstleistungen diskutiert werden.

Referate:
Jan Ulrich Hense & Willy Christian Kriz, Lehrstuhl für empirische Pädagogik und pädagogische Psychologie, Ludwig-Maximilians-Universität München:
„Theoriebasierte Evaluation am Beispiel der Evaluation des EU-Projekts Simgame“

Verena Friedrich, Zentrum für Organisations- und Arbeitswissenschaften,
ETH Zürich:
„Der Einsatz von Zielsystemen bei der Evaluation komplexer Programme
am Beispiel von Initiativen zur Förderung neuer Technologien in der Hochschullehre“

Moderation:
Karin Haubrich, Abteilung Jugend und Jugendhilfe, Deutsches Jugendinstitut, München (haubrich@dji.de)

Zuletzt geändert: 17. Juli 2011

Evaluation von Veränderungs- und Entwicklungsprozessen in der Wirtschaft (B2)

13.10.2005, von 16 bis 17.30 Uhr

Evaluation von Veränderungs- und Entwicklungsprozessen in der Wirtschaft

veranstaltet vom AK Wirtschaft i. G.

Der neu gegründete Arbeitkreis „Evaluation in der Wirtschaft i. G.“ lädt zum ersten mal zu einem Workshop ein. Das Thema des Workshops ist die „Evaluation von Veränderungs- und Entwicklungsprozessen in der Wirtschaft". Restrukturierungen oder Fusionen sind mittlerweile Tagesgeschäft in der Wirtschaft. Allerdings fehlt es an fundierten Verfahren, die Leistungen und Wirkungsprozesse dieser Veränderungsprozesse sichtbar und messbar zu machen. Zu dem mangelt es oft in den betroffenen Organisationen an Ressourcen und Kompetenzen, um begleitende Evaluationen durchzuführen. Gleichzeitig wächst aber der Druck Veränderungsprozesse zu begründen und die Qualität der Prozesse zu sichern.
Der Workshop soll Evaluation in der Wirtschaft aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Welche Methoden und Instrumente können zur Evaluation von Veränderungs- und Entwicklungsprozessen in der Wirtschaft herangezogen werden? Welchen Beitrag zur Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung kann Evaluation hier leisten? Welche Themenfelder können von Evaluatoren in der Wirtschaft sinnvoll bearbeitet werden? Neben der inhaltlichen Auseinanderssetzung, soll der Workshop auch als diskursives Forum genutzt werden, um so eine präzise Verortung des Arbeitskreises „Evaluation in der Wirtschaft i. G.“ voranzutreiben.

Themen und ReferentInnen:

  • Evaluation der Entwicklung beruflicher Kompetenzen und Veränderungen betrieblicher Lernkulturen" (Dr. Andreas Fritsch, ISOKOM Institut für Sozialforschung und Kompetenzbildung)
  • Selbstevaluation der Umsetzung einer IT-Reorganisation (Dr. Heiko Behrendt, Competence Center for Regional Science, Institute for Public Services and Tourism IDT-HSG, University of St. Gallen)
  • Evaluation als Instrument zur Optimierung von Veränderungsprozessen: Ansätze, Erfahrungen und Probleme (Prof. Dr. Sabine Remdisch, Universität Lüneburg und Dr. Andreas Utsch, evalue-consult GmbH, Lüneburg

Moderation:
Prof. Dr. Sabine Remdisch, Universität Lüneburg & Dr. Andreas Utsch, evalue-consult GmbH, Lüneburg

Zuletzt geändert: 17. Juli 2011

Evaluation und Effektivität von Schule und Unterricht I (B3)

Block B3 - 13.10.2005, von 16 bis 17.30 Uhr

Evaluation und Effektivität von Schule und Unterricht I

veranstaltet vom AK Schulen

Dieser Workshop stellt das Thema „Selbstevaluation an Schulen“ in den Mittelpunkt.

Im ersten Teil des Workshops geht es um die Frage, wie Selbstevaluation mit Schülern durchgeführt werden kann. Neben methodischen Problemen wird geklärt, unter welchen Bedingungen diese Form der Evaluation besonders wirksam ist.
Vorgestellt wird dann im zweiten Teil das Instrument „Modulansatz zur Selbstevaluation von Schulentwicklungsprojekten“. Durch die Möglichkeit zur autonomen Schulentwicklung wird – zumindest in Österreich –  Selbstevaluation an den Schulen zunehmend wichtiger. Aber worauf ist dabei zu achten? Antworten liefert der „Modulansatz zur Selbstevaluation von Schulentwicklungsprojekten“ (MSS).

Im Vortrag wird auf die Konzeption des MSS eingegangen, sowie  die Form der Datenrückmeldung an Schüler, Lehrer und Eltern erläutert. Anhand von Fallbeispielen wird gezeigt, in welcher Weise ganz konkret die Daten der (schulinternen) Selbstevaluation (mit methodischer Unterstützung durch das MSS-Team) für die Weiterentwicklung der einzelnen Schulen genützt werden.

Referenten: Prof. Dr. Claus Buhren, Sporthochschule Köln, Dr. A. Paschon, Universität Salzburg

Moderation: Prof. Dr. Karl-Oswald Bauer, Universität Osnabrück

Zuletzt geändert: 17. Juli 2011

'Agencification' - Projektträger und ihre Rolle im Kontext von Evaluation II (B4)

13.10.2005, von 16 bis 17.30 Uhr

"Agencification" - Projektträger und ihre Rolle im Kontext von Evaluation II

veranstaltet vom AK Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik

Die Frage nach der Wirkung von Evaluationen gilt auf allen Ebenen der FTI-Politik, d.h. auf der Ebene von Projekten, Programmen, aber auch von Institutionen. Nachdem wir uns auf den vergangenen AK-Sitzungen bereits mehrfach dem Thema Evaluation von (Forschungs-)Institutionen gewidmet haben, wollen wir die Jahrestagung in Essen dazu nutzen, über eine besondere Form von Institutionen – die "Agencies" bzw. "Projektträger" zu sprechen. Grund hierfür ist ein einerseits in vielen Ländern und auch auf Ebene der Kommission sichtbarer Trend zur "Agencification", andererseits aber auch deren spezifische Rolle im FTI-System, nämlich als Mittler zwischen Minsterien, Fördernehmern und externen Evaluatoren. Damit sind sie von allen Seiten mit den entsprechenden Erwartungen konfrontiert und müssen auf der Basis dieser heterogenen Stimmen ihre Arbeit verrichten.

Leitfragen:

Agencies als Betreuer, Konzipierer, Umsetzer von Evaluationen

  • Welche Rolle haben Evaluationen in der FTI Politik aus Sicht der "Policy maker" und aus Sicht der Agenturen bzw. Fördereinrichtungen?
  • Wie können Agenturen Evaluationen sinnvoll nutzen, wie setzen sie Ergebnisse um, wie werden Evaluationsergebnisse ins Feld zurück gespielt?
  • Welche Auswirkungen haben die Evaluationsergebnisse auf das Design künftiger Programme etc.?

ReferentInnen:

  • Horst Steg (VDI/VDE-IT, Berlin): "Evaluation des BMBF-Programms "Mikrosysteme": Konzeption, Begleitung und Konsequenzen für die Gestaltung und die Steuerung des weiteren Programms"
  • Dr. Marianne Kordel-Bödigheimer (Projektträger im DLR - Gesundheitsforschung, Bonn): "Evaluationen im Bereich Gesundheitsforschung - Erfahrungen aus Sicht des Projektträgers"
  • Waltraud Schmid (DG TREN, Brüssel): Evaluation Europäischer Energie orientierter Forschungsprogramme

Moderation: Dr. Susanne Bührer, Fraunhofer ISI, Karlsruhe

Zuletzt geändert: 17. Juli 2011

Wirkungen in der Evaluation der Stadt- und Regionalentwicklung (B5)

13.10.2005,  von 16 bis 17.30 Uhr

Wirkungen in der Evaluation der Stadt- und Regionalentwicklung

veranstaltet vom AK Stadt- und Regionalentwicklung

Interventionen in der Stadt- und Regionalentwicklung können sowohl direkte Veränderungen hervorrufen als auch strukturelle, mittel- bis langfristige Wirkungen entfalten. Der Nachweis solcher Effekte stellt - vor allem aufgrund der Komplexität der Wirkungszusammenhänge - eine der großen Herausforderung bei Evaluationen dar. So ist bereits die Benennung von Wirkungsbezügen in den hochkomplexen Prozessen der Stadt- und Regionalentwicklung in der Regel schwierig. So verwundert es nicht, dass allgemein anerkannte Wirkungsmodelle überwiegend fehlen und sich deren Entwicklung schwierig gestaltet.

Mit den Vorträgen und deren Diskussion sollen deshalb Ansatzpunkte für die Evaluation von Wirkungen in der Stadt- und Regionalentwicklung aus unterschiedlicher Perspektive aufgezeigt werden, um Anregungen für die Wissenschaft und Praxis zu geben.

Referenten/innen & Themen:

  • Kerstin Munsel (Universität Jena): Regionalen Auswirkungen durch Technologie- und Gründerzentren in den Neuen Bundesländern auf der Spur
  • Verena Schäffer (Université de Fribourg): Evaluation von Regionalmanagement in Sachsen-Anhalt
  • Sebastian Elbe (SRINT Gbr. Darmstadt): Selbstevaluierung in der ländlichen Regionalentwicklung
  • Silke Schmidtmann (TU Berlin): Wirksame Wege für den ÖPNV im ländlichen Raum

Moderation: Thomas Weith, Universität Potsdam

Zuletzt geändert: 17. Juli 2011

Das Spektrum der Evaluation im Gesundheitswesen II (B6)

13.10.2005, von 16 bis 17.30 Uhr

Das Spektrum der Evaluation im Gesundheitswesen II

veranstaltet vom AK Gesundheit

Nachdem sich beim letztjährigen Workshop des  Arbeitskreis Gesundheit der DeGeval (November 2004, Wien) die Weite des Spektrums der Evaluation im Gesundheitswesen eindrücklich herausgestellt hat, soll auch heuer wieder ergänzend zum thematisch sich am Generalthema der Tagung  orientierenden Workshop offenes Diskussionsforum bereit gestellt werden, um verschiedenste Aspekte der Evaluation im Gesundheitswesen diskutieren zu können. Damit kann  der Überblick über die Rolle der Evaluation im Gesundheitswesen der in der letzten Jahrestagung in Kurzreferaten gegeben wurde weiter ergänzt werden um das Arbeitsprogramm für die Zukunft weiter zu präzisieren.
Bei der Vielfältigkeit des Spektrums der Evaluation im Gesundheitswesen, ist es nach dieser Fortführung der Themensammlung wahrscheinlich, dass sich „special interest groups“ bilden.

Auf folgende Themen könnte – wie auch schon bei unserer letzten Tagung -  eingegangen werden:

  • Überprüfung bestehender und Entwicklung von validen Indikatoren im Gesundheitswesen,
  • Überprüfung und Diskussion der Modellierung von Prozessen im Gesundheitssystem
    • unter Berücksichtigung der Komplexität des Systems
    • unter Berücksichtigung der Verbindung medizinisch-pflegerischer und ökonomischer Effizienz
    • unter Berücksichtigung der Unterschiedlichkeit in verschiedenen Bereichen des Gesundheitssystems (nach Settingparameter, nach Fächern)
  • Wissenschaftliche Diskussion von konkreten Evaluationen im Gesundheitssystem
  • Antizipatorische Evaluation von Maßnahmen wie Effekte von Ressourcenverknappungen,
  • Diskussion von betriebswirtschaftlichen und/ oder  volkswirtschaftlichen Effekten
  • Nachhaltigkeit von Ergebnissen von Evaluationen

Natürlich können auch andere Themen für diesen Workshop eingebracht werden.

Moderation: Georg Spiel

Zuletzt geändert: 17. Juli 2011