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Block A

Sozialprofit - Leistungen und Wirkungen Sozialer Dienste auf dem Prüfstand!? (A1)

13.10.2005,  von 14 bis 15.30 Uhr

Sozialprofit – Leistungen und Wirkungen Sozialer Dienste auf dem Prüfstand!?

veranstaltet vom AK Soziale Dienstleistungen

Soziale Dienste sollen ihre Leistungen und Wirkungen messen, beurteilen, besser noch beweisen. Günstigerweise erlauben die entwickelten Konzepte und Methoden darüber hinaus Kosten und Nutzen, Investitionen und Returns präzise gegenüberzustellen. Am Ende des Tunnels der "black box" stünde dann ein TÜV-Siegel, welches dem Sozialen Dienst nicht nur seine Wirkung bescheinigt, sondern auch darüber mitteilt, welchen "Sozial-Ökonomischen Profit" eine Finanzierung voraussichtlich erreicht. Vor dem Hintergrund denkbar unterschiedlicher organisatorischer Leistungsfähigkeiten und zugegebenermaßen betriebswirtschaftlicher Defizite  in Sozialen Diensten wird konsequenterweise ein leistungs- und wirkungsorientierter Evaluationsbedarf konstatiert. Berechnungen spitzen sich zu.

Im Workshop werden Modelle und Erfahrungen aus der Praxis mit leistungs- und wirkungsorientierten Evaluationen vorgestellt und diskutiert. Rainer Loidl-Keil hinterfragt einleitend am Modell des "Social Return on Investment" die viel versprechend klingende Idee, soziale und ökonomische Werte eines Unternehmens im Bereich Sozialer Dienstleistungen zu bewerten und zu monetarisieren und dann in einer Maßzahl auszuweisen. Bei diesem Verfahren handelt es sich um ein den Leistungen und Wirkungen Sozialer Dienste angepasstes Investitionsrechnungsverfahren betriebswirtschaftlicher Herkunft, welches kritisch hinterfragt wird. Der Beitrag von Joachim Petscharnig, Tanja Baumgartner und Georg Spiel stellt die Entwicklungen der Leistungsdokumentation sowie verschiedene Evaluations-Tools im Tätigkeitsfeld der Rehabilitation des Vereins pro mente jugend in Kärnten vor. Die ReferentInnen berichten über erste Anwendungserfahrungen mit den Instrumenten (z.B. Comprehensive Monitoring, teilnehmerInnen-bezogener Verlauf) und mögliche Weiterentwicklungen. Jutta Hollenrieder und Miriam Kohlmeyer widmen sich dem Umstand, dass leistungs- und wirkungsorientierte Kennzahlensysteme allerorts eingesetzt und administrativen wie politischen Entscheidungs- und Aushandlungsprozessen zugrunde gelegt werden. Hierbei gehen sie aus Beratungssicht anhand einiger Beispiel der Frage nach, wie sich wissenschaftliche Ansprüche und praktische Anforderungen bei Entwicklung und Einsatz wirkungsorientierter Steuerungsindikatoren verknüpfen lassen.

Referentinnen und Referenten:

  • Rainer Loidl-Keil. Fachhochschule Joanneum Graz, Österreich: "Sozialökonomische Werte schaffen - Das Modell des "SROI - Social Return on Investment" am Beispiel Sozialer Integrationsunternehmen"
  • Joachim Petscharnig, Tanja Baumgartner und Georg Spiel, pro mente jugend in Kärnten, Österreich: "Monitoring und Leistungsdokumentation in der beruflichen Rehabilitation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Entwicklung, Umsetzung und Perspektiven - Ein Erfahrungsbericht von pro mente jugend, Kärnten".
  • Jutta Hollenrieder und Miriam Kohlmeyer. con_sens Hamburg, Deutschland: "Entwicklung und Qualifizierung von Steuerungsindikatoren durch die Evaluation von Wirkungen im Rahmen von administrativen und politischen Entscheidungsprozessen - Ein Beitrag aus der Beratungspraxis."

Moderation: Prof.(FH) Mag.Dr. Rainer Loidl-Keil, Fachhochschule JOANNEUM Graz, Sozialarbeit und Sozialmanagement (rainer.loidl-keil@fh-joanneum.at)

Zuletzt geändert: 17. Juli 2011

Evaluation als Wissens- und Machtform (A2)

13.10.05, 14 Uhr bis 15.30 Uhr

„Evaluation als Wissens- und Machtform“ – Funktionen und Folgen von Evaluation als Instrument der Steuerung

veranstaltet vom AK Aus- und Weiterbildung

Ziele
Thematisierung der Frage nach der Art und den Voraussetzungen von Evaluationswissen
Reflexion und Diskussion der mit Evaluation verbundenen Funktionen und Folgen

Zielgruppe
Evaluatorinnen und Evaluatoren, Interessierte des Bereichs Aus- und Weiterbildung in Evaluation

Inhalt
Mit Hilfe einer systematischen und historischen Reflexion über die Prämissen und die Art des durch Evaluation generierten Evaluationswissens soll in dem Workshop der Frage nachgegangen werden, welche gesellschaftliche Funktion Evaluation erfüllt und welche Wirkungen Evaluationswissen auf das Verfahren sowie die daran beteiligten Akteure hat.

Angefragter Referent
Dr. Thomas Höhne, Universität Gießen, Institut für Erziehungswissenschaften, Abteilung für Erwachsenenbildung

Moderation
Dirk Scheffler (Ak Aus- und Weiterbildung)
Elisabeth Springer (Ak Aus- und Weiterbildung)

Zuletzt geändert: 17. Juli 2011

'Agencification' - Projektträger und ihre Rolle im Kontext von Evaluationen I (A3)

13.10.2005, von 14 bis 15.30 Uhr

"Agencification" - Projektträger und ihre Rolle im Kontext von Evaluationen I

veranstaltet vom AK Forschungs-, Technologie und Innovationspolitik

Die Frage nach der Wirkung von Evaluationen gilt auf allen Ebenen der FTI-Politik, d.h. auf der Ebene von Projekten, Programmen, aber auch von Institutionen. Nachdem wir uns auf den vergangenen AK-Sitzungen bereits mehrfach dem Thema Evaluation von (Forschungs-)Institutionen gewidmet haben, wollen wir die Jahres-tagung in Essen dazu nutzen, über eine besondere Form von Institutionen – die "Agencies" bzw. "Projektträger" zu sprechen. Grund hierfür ist ein einerseits in vielen Ländern und auch auf Ebene der Kommission sichtbarer Trend zur "Agencification", andererseits aber auch deren spezifische Rolle im FTI-System, nämlich als Mittler zwischen Minsterien, Fördernehmern und externen Evaluatoren. Damit sind sie von allen Seiten mit den entsprechenden Erwartungen konfrontiert und müssen auf der  Basis dieser heterogenen Stimmen ihre Arbeit verrichten.

Leitfragen:

  • Was ist das sinnvolle Rational hinter der Auslagerung von hoheitlichen Aufgaben in Agenturen, wo sind Vor- und wo sind Nachteile?
  • Welche Aufgaben übernehmen Agenturen klassischerweise und wie sind diese zu evaluieren?
  • Sind Evaluationen ein sinnvolles Mittel zur Steuerung von Agenturen?

ReferentInnen:

  • Birgit Baumann (FFG, Wien): Einführung in das Thema Agencies. Erfahrungen aus dem "Strata Thematic Network MAP - Best Practices for Multi-Actors and Multi Measures Programmes in RTDI Policy"
  • Ulrike Blankenfeld (BMWA, Berlin): "Eine Studie für mehr Evaluationskultur in der Innovationspolitik der 25 EU-Mitgliedsstaaten: 'Supporting the monitoring and evaluation of innovation programmes'"
  • Dr. Guido Benzler (Deloittle Business Consulting GmbH, Düsseldorf): "Die Evaluation von öffentlichen Forschungseinrichtungen aus der Sicht eines Evaluators"

Moderation: Dr. Dorothea Sturn, Forschungsförderungsgesellschaft, Wien

Zuletzt geändert: 17. Juli 2011

Das Spektrum der Evaluation im Gesundheitswesen I (A4)

13.10.2005, von 14 bis 15.30 Uhr

Das Spektrum der Evaluation im Gesundheitswesen I

veranstaltet vom AK Gesundheit

Nachdem sich beim letztjährigen Workshop des  Arbeitskreis Gesundheit der DeGeval (November 2004, Wien) die Weite des Spektrums der Evaluation im Gesundheitswesen eindrücklich herausgestellt hat, soll auch heuer wieder ergänzend zum thematisch sich am Generalthema der Tagung  orientierenden Workshop offenes Diskussionsforum bereit gestellt werden, um verschiedenste Aspekte der Evaluation im Gesundheitswesen diskutieren zu können. Damit kann  der Überblick über die Rolle der Evaluation im Gesundheitswesen der in der letzten Jahrestagung in Kurzreferaten gegeben wurde weiter ergänzt werden um das Arbeitsprogramm für die Zukunft weiter zu präzisieren.

Bei der Vielfältigkeit des Spektrums der Evaluation im Gesundheitswesen, ist es nach dieser Fortführung der Themensammlung wahrscheinlich, dass sich „special interest groups“ bilden.

Auf folgende Themen könnte – wie auch schon bei unserer letzten Tagung -  eingegangen werden:

  • Überprüfung bestehender und Entwicklung von validen Indikatoren im Gesundheitswesen,
  • Überprüfung und Diskussion der Modellierung von Prozessen im Gesundheitssystem
    • unter Berücksichtigung der Komplexität des Systems
    • unter Berücksichtigung der Verbindung medizinisch-pflegerischer und ökonomischer Effizienz
    • unter Berücksichtigung der Unterschiedlichkeit in verschiedenen Bereichen des Gesundheitssystems (nach Settingparameter, nach Fächern)
  • Wissenschaftliche Diskussion von konkreten Evaluationen im Gesundheitssystem
  • Antizipatorische Evaluation von Maßnahmen wie Effekte von Ressourcenverknappungen,
  • Diskussion von betriebswirtschaftlichen und/ oder volkswirtschaftlichen Effekten
  • Nachhaltigkeit von Ergebnissen von Evaluationen

Natürlich können auch andere Themen für diesen Workshop eingebracht werden.

Moderation: Dr. Georg Spiel

Zuletzt geändert: 17. Juli 2011

Evaluation in Gründerausbildung und –förderung – Wirkungen und Voraussetzungen (A5)

13.10.2005, von 14 bis 15.30 Uhr

Evaluation in Gründerausbildung und –förderung – Wirkungen und Voraussetzungen

veranstaltet vom AK Betriebliche und berufliche Bildung

Gründerausbildung und –förderung sind ein Wachstumsmarkt. In den letzten Jahren stieg die Zahl der einschlägigen Förderinitiativen und Programme stark. Das Gründungsgeschehen soll stimuliert werden. Neugründungen sollen zu mehr Arbeitsplätzen führen. Mehr Unternehmer-geist soll den kulturellen Aufbruch auch über das Gründungsgeschehen hinaus beflügeln.
Ungeachtet vieler Messungen (Teilnehmer- und Gründerzahlen): Über Effekte, Qualität und Wirksamkeit dieser Programme wird kaum gesprochen. Evaluation und evaluative Herangehensweisen gibt es in der Gründungsförderung selten. Das steht nicht nur in Kontrast zur Menge an Geld die in die Gründungsförderung geht, sondern auch zum Mangel an gesichertem Wissen zur Gründungsförderung und –ausbildung (Entrepreneurship Education & Training).
Diese Defizite greift der Workshop auf.
Ziele dieses Workshops sind, von der Bewertungsperspektive hin zu vorläufigen Schlussfolgerungen zu kommen
· für die Evaluation von Gründungsausbildung und –förderung,
· für realistische Ziele zur Gründerausbildung –und förderung,
· für Qualität in der Umsetzung von Gründungsausbildung und –förderung.
Referenten: Dr. Marianne Kulicke (Fraunhofer ISI); Dr. Elke Schröder (Univ. Jena)
Leitung und Moderation: Christoph Diensberg (Universität Rostock)
 

Christoph DiensbergUniversität RostockWirtschaftspädagogikBEPART CoordinationUlmenstr. 6918057 RostockTel.: 0381/498-4528Fax. : 0381-498-5633christoph.diensberg@uni-rostock.de Dr. Marianne KulickeFraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung Breslauer Straße 48 76139 Karlsruhe Tel.: 0721/6809-137 Fax: 0721/6809-176 m.kulicke@isi.fraunhofer.de Dr. Elke SchröderFriedrich-Schiller-Universität JenaEntwicklungspsychologieAm Steiger 3/107743 JenaTel.: 03641-945207Fax.: 03641-945202s0scel@rz.uni-jena.de

Zuletzt geändert: 17. Juli 2011

Intendierte und nicht-intendierte Wirkungen des Bologna-Prozesses (A6)

13.10.2005, 14 Uhr bis 15.30 Uhr

Intendierte und nicht-intendierte Wirkungen des Bologna-Prozesses

veranstaltet vom AK Evaluation an Hochschulen

Kurzbeschreibung:
Auf einer der letzten Sitzungen des Arbeitskreises wurde über die Auswirkungen des Bologna-Prozesses in den deutschen Hochschulen diskutiert. Dabei fiel auf, dass jetzt mit den Untersuchungen begonnen werden müsste, wenn ein datenbasierter und systematischer Vergleich des „Vorher“ zum „Nachher“ hergestellt werden soll. Wir haben im Arbeitskreis Fragestellungen zusammengetragen, die u.E. dringend einer empirischen Analyse bedürfen, a) um abzuschätzen, ob die Ziele, die in Bologna 1999 proklamiert wurden, in deutschen Hochschulen erreicht werden und b) um die Wirkungen auf den tertiären Bildungssektor beschreiben zu können, seien sie nun intendiert oder nicht.

Diese Fragestellungen sollen im Workshop den Ausgangspunkt für ein Brainstorming zu weiteren Fragestellungen und Thesen über die Wirkungen von Bologna bilden. Wir hoffen auf diskussionsfreudige Teilnehmerinnen und Teilnehmer für diese Sammlung. 

Die Moderation übernimmt: Prof. Dr. Eva Arnold (Universität Hamburg).

Als Expertinnen werden sich beteiligen: Dr. Hildegard Brauns (Wissenschaftsrat), Dr. Karin Fischer-Bluhm (Verbund Norddeutscher Universitäten), Prof. Dr. Barbara Kehm (Wissenschaftliches Zentrum für Berufs- und Hochschulforschung Universität Kassel).

Kontakt: fischer-bluhm@uni-hamburg.de

Zuletzt geändert: 17. Juli 2011