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Dokumentation

Tagungsdokumentation der 18. Jahrestagung der DeGEval

Hier stellen wir Ihnen nach und nach die Unterlagen zu den verschiedenen Seminaren zur Verfügung.

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Mittwoch, 16.09.2015

WEITERBILDUNGSSEMINARE

  • S4 – Dr. Michael Welling
    • Mein Vorhaben spannend erzählt – Schreiben für die Öffentlichkeit

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Donnerstag, 17.09.2015

TAGUNGSERÖFFNUNG UND BEGRÜßUNG

  • durch Prof. Dr. Ziekow, Hansjörg Eger und Prof. Dr. Philipp Mayring


KEYNOTE

  • Prof. Dr. Stefan Kuhlmann: „Jenseits kruder Evidenzmessung: Evaluation als Lernmedium"

 

 

POSTERPRÄSENTATIONEN

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SESSIONS BLOCK A

  • A 1 – Evaluation der Gesetzgebung und Better Regulation in Europa
  • A 2 – Transdisziplinäre Ko-Produktion von Wissen evaluieren
    • Prof. Dr. Roland Scholz: The challenge to provide quantitative and qualitative evaluations of transdisciplinary processes and research
    • Dr. Uwe Schmidt: Qualitätskriterien für Forschung und Wissenschaft
    • N.N.: Erfahrungen aus der transdisziplinären Forschung
  • A 4 – Weiterentwicklung durch Meta- und Querschnittsevaluationen
    • Alexandra Caspari: Well done? Who knows. Zur Notwendigkeit von Meta-Evaluationen
    • Dorothea Giesen-Thole, Lennart Raetzell, Matthias Krämer: Instrumente zur Weiterentwicklung von Evaluation und zur evidenzbasierten Organisationsentwicklung in wissensbasierten Unternehmen
    • Pierre Tulowitzki: Context matters: Querschnittsauswertung von Bildungsevaluierungen in der inter-nationalen Zusammenarbeit - Ansätze und Herausforderungen für lernende Organi-sationen
  • A7 – Genderkompetenz von EvaluatorInnen – Operationalisierung und Praxisrelevanz
  • A9 – Spektrum der Evaluation: Blitzvorträge aus der Praxis
    • Katharina Klockgether: Checklisten – Chance für eine bessere Evaluation?
    • Jennifer Emmrich: Evaluationen in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik – zwischen Wissen und Unwissen
    • Annika Schönfeld: Wirkungen kommunizierbar machen - Möglichkeiten und Grenzen standardisierter Indikatoren
    • Sarah Brodhäcker: Wer sind wir eigentlich und wie viele?

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SESSIONS BLOCK B

  • B 1 – Die globale Zukunft der Evaluation in der Wissensgesellschaft – Auf dem Weg zu einer weltweiten Evaluationscommunity?
  • B 6 – Wirkungsmessung von Evaluationen als Folge der Transformation zur Wissensgesellschaft
    • Tanja Patrizia Schnoz-Schmied: Wie kann der Nutzen von Lehrevaluation optimiert werden?
    • Govinda Wroblewsky, Cédrine Lussac: Evaluation an Musikhochschulen und ihre Rolle in der Wissensgesellschaft
    • Prof. Dr. Theodor Leiber: Wirkungsevaluation von Qualitätssicherung im Hochschulbereich
  • B 8 – Wie wird Wissen aus Evaluierungen genutzt? Einblicke in eine Studie zur Evaluierungspraxis in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit
    • Simon Bettighofer: „Wie wird Wissen aus Evaluierungen genutzt?“
  • B 9 – Evaluation eines Pilotprojekts - Beiträge empirisch-psychologischer Forschung zur Generierung von praxisrelevantem Wissen
    • Jessica Reuter, Santana Mills: Theoretischer und empirischer Vergleich zweier Risikodiagnoseverfahren
    • Hannah Käsmayr: Begleitende formative Evaluation zur Generierung von praxisrelevantem Wissen
    • Alyssa M. Görgen, Stefanie Pluhm: Risikomanagement bei häuslicher Gewalt – ein Wirkmodell
    • Marion Herold, Susanne Weis: Risikomanagement bei häuslicher Gewalt - Summative Evaluation

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SESSIONS BLOCK C

  • C 2 – Panel zum Thema: Mediale Verwertbarkeit und Verwertung von Evaluation
  • C 4 – Standards der Evaluation: was bleibt, was ist neu, was sollen sie und was können sie bewirken?
  • C 8 – Zwischen Evidenz und Irritation: Zum Stellenwert von Evaluationswissen in politischen Systemen und Programmen
    • Björn Neuhaus: Die Institutionalisierung von Evaluation im politischen System der Schweiz am Beispiel der (Beruflichen) Bildung
    • Frank König: In der Szientismus-Falle? Evaluation von Programmen der Demokratieförderung zwischen Politik, Praxis und Wissenschaft

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SESSIONS BLOCK D

  • D 2 - Globaler Wissenstransfer in Evaluation: welchen Beitrag leistet Deutschland?
  • D 4 - Evaluation von Netzwerken
    • Sonja Kind: Evidenzbasierte Governance: Die Evaluation als erste Phase eines politisch gewünschten Strategieprozesses zur Entwicklung eines Clusters
    • Aisha Meriel Boettcher, Annette Beyer, Ralf Schattschneider, Susanne Busch: Das “Projektforum Lohbrügge” – Die Netzwerkanalyse als Evaluation ei-nes regionalen, themenzentrierten Demenznetzwerkes
    • Stephan Gerhard Huber, Pierre Tulowitzki, Vera Bender, Selin Kilic, Marius Schwander: Die Evaluation von Bildungsnetzwerken im Längsschnitt – Methodische Konzeptionen und erste Ergebnisse
  • D 5 - Evaluationsbasiertes Wissen für eine Führung auf Distanz – Wo liegen die Potentiale und Grenzen der Nutzung von Daten zu Evaluationszwecken bei einer digitalen Zusammenarbeit?
  • D 8 – Wie machbar ist „echte“ Medienevaluation? Zur Frage nach der Meßbarkeit flüchtiger Werte in der Attention Economy
    • Dipl.-Psych. Michael Schießl: Zur Frage nach der Evaluation flüchtiger und unfassbarere Werte in der Attention Economy und dem Beitrag impliziter Methoden zur Messung von Aufmerksamkeit, Kreation und Marke
Zuletzt geändert: 18. Januar 2016

DeGEval Nachwuchspreis: Preisträger 2015

Laudatio

Der DeGEval-Nachwuchspreis wird auf der diesjährigen, 18. Jahrestagung der DeGEval in Speyer zum 9. Mal vergeben. Ziel des Preises ist es, jährlich eine Nachwuchsevaluatorin / einen Nachwuchsevaluator oder auch eine Gruppe von NachwuchsevaluatorInnen auszuzeichnen und damit eine herausragende Arbeit im Bereich Evaluation im deutschsprachigen Raum zu würdigen. Die prämierte Arbeit soll einen fundierten Beitrag zur fachlichen und professionellen Weiterentwicklung von Evaluation leisten. Aus Sicht der DeGEval soll dieser Preis die Bedeutung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet der Evaluation sowie der Nachwuchsförderung insgesamt hervorheben, der sich die DeGEval in besonderem Maße verpflichtet fühlt.

Im Jahr 2015 gab es insgesamt sieben Einreichungen für den Nachwuchspreis, zwei Masterarbeiten, fünf wissenschaftliche Arbeiten bzw. Dissertationen sowie einen Fachartikel. Eine dieser Arbeiten adressiert ein aktuell sehr relevantes und arbeitsmarktpolitisch wichtiges Thema, nämlich das der betrieblichen Gesundheitsförderung. Der hiesige Arbeitsmarkt ist besonderen Heraus-forderungen im Zusammenhang mit Globalisierungsentwicklungen und gleich-zeitig alternden Gesellschaften ausgesetzt. Unter anderem dadurch ist in vielen Industriebetrieben Schichtarbeit erforderlich. Gleichzeitig stellt die Schichtarbeit eine gesundheitliche Belastung für die Betroffenen dar.

Die in diesem Jahr ausgezeichnete Arbeit geht der Frage nach, ob und inwieweit Beschäftigte von der Durchführung einer Seminarreihe für Schicht-arbeiterInnen profitieren, die sie darin unterstützen soll, individuelle Ressourcen zu erkennen und zu fördern und somit eigene Strategien im Umgang mit der Schichtarbeit zu entwickeln. Für den Auftraggeber der Arbeit war diese Untersuchung so wichtig, dass er die Teilnehmenden der Seminarreihe zur Teilnahme an der Evaluation verpflichtete und diese während der Arbeitszeit stattfinden ließ. Dies wiederum stellte sich als Herausforderung für die Planung und Umsetzung der Evaluation dar, welche in der Arbeit bestmöglich gelöst wurde.

Der ausgezeichnete Beitrag mit dem Titel „Betriebliche Gesundheitsförderung für Schichtarbeiter in der Industrie – Evaluation einer Seminarreihe zum Umgang mit Schichtarbeit“ stellt aus Sicht der Jury ein wunderbares Beispiel für die reale Praxis externer Evaluationen und die Suche optimaler Lösungen für das methodische Vorgehen unter Berücksichtigung der Anforderungen von Auftraggebenden und die Herausforderungen des Untersuchungsfeldes unter Einhaltung wissenschaftlicher Ansprüche und Standards dar. Die Balance zwischen all diesen Herausforderungen ist in dieser Arbeit sehr eindrucksvoll gelungen.

Die in der Evaluation adressierten Fragestellungen sind dabei sowohl für den Auftraggeber der Evaluation als auch für das Feld der Gesundheits-förderung insgesamt von hoher Relevanz. Forschung über und Evaluationen von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsforschung befinden sich, ähnlich wie die Durchführung dieser Maßnahmen, noch in ihren Anfängen. Die wissenschaftlich-methodische Herangehensweise im Rahmen der ausgezeichneten Arbeit liefert insofern einen wichtigen und fundierten Beitrag zur Weiterentwicklung der Evaluationspraxis in einem aktuell sehr bedeutenden Bereich und reflektiert kritisch und in ausgewogener Art und Weise die eigenen Ergebnisse.

Bei dem Autor dieser herausragenden Masterarbeit handelt es sich um Herrn Michael Köhler. Herr Köhler hat mit seiner Masterarbeit an der Universität des Saarlandes den Master of Evaluation erworben und arbeitet heute als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FH Bielefeld im Fachbereich Sozialwesen.

Durch die Verleihung des Preises signalisiert die DeGEval das Interesse an akademischer und praktischer Forschung im Bereich Evaluation in verschiedenen Feldern und insbesondere auch an der Förderung des Nachwuchses im Bereich Evaluation. Wir freuen uns sehr, dass wir den Preis in diesem Jahr zum ersten Mal für eine Masterarbeit verleihen können.

Die Jury freut sich, als Preisträger des Nachwuchspreises 2015 damit Herrn Michael Köhler bekanntgeben zu dürfen. Wir gratulieren dem Preisträger und hoffen auf zahlreiche weitere Beiträge von ihm zur Praxis und Theorie der Evaluation!
Herzlichen Glückwunsch!!!

Die Jury des Nachwuchspreises 2015

Bastian Alm, Christiane Kerlen, Berthold Schobert, Dörte Schott,
Sonja Sheikh

Zuletzt geändert: 27. Oktober 2015