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Call for Proposals

„Zwischen Nutzung, Einfluss und Nachhaltigkeit – Wie wirken Evaluationen in unterschiedlichen Systemen?“


19. Jahrestagung der DeGEval – Gesellschaft für Evaluation e.V.
vom 21.-23. September 2016
an der School of Education und dem Fachbereich Erziehungswissenschaft
der Universität Salzburg


Call for Proposals


Die langfristige Wirkung von Evaluationen in unterschiedlichen sozialen Systemen ist Gegenstand einer intensiven Debatte, die wir anlässlich der 19. Jahrestagung der Gesellschaft für Evaluation in Salzburg aufnehmen wollen. Die Bandbreite erstreckt sich dabei von Fragen zu den Voraussetzungen und Bedingungen für eine gewinnbringende Nutzung von Evaluation, also die Verwendung oder den Gebrauch von Evaluation durch die Stakeholder in einem geplanten Sinne, bis hin zu direkten und indirekten Einflüssen und Wirkungen von Evaluationen. Mit dem Begriff der Nachhaltigkeit wird verbunden, dass durch die Nutzung von Evaluationen und ihren Ergebnissen eine langfristig positive Wirkung entfaltet wird. Dabei sollen gesellschaftliche, ökologische und ökonomische Aspekte gleichermaßen Berücksichtigung finden.

Die Jahrestagung 2016 will Nutzung, Einfluss, Wirkung und Nachhaltigkeit von Evaluation mit übergreifenden Fragestellungen in den unterschiedlichen Systemen Bildung, Politik, Kultur, Gesundheitswesen, Wirtschaft und Verwaltung sowie aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Folgende Fragestellungen öffnen das Feld:

  • Wie kann eine intendierte, an den Zwecken der Evaluation orientierte Nutzung von Evaluation erreicht werden? Wie greifen Nutzung des Evaluationsprozesses und der Evaluationsergebnisse ineinander? Wie lässt sich die Nachhaltigkeit von Evaluation bestimmen? Wie hängen Nutzung und Nachhaltigkeit von Evaluation zusammen? Braucht es „windows of opportunity“ oder existieren weitere Gestaltungsspielräume?
  • Wann und unter welchen Bedingungen wird aus Nutzung Nützlichkeit? Hat die zeitliche Nutzung von Evaluation – vor der Evaluation, währenddessen, kurz danach, lange nach der Evaluation – einen Einfluss auf die Nachhaltigkeit von Evaluation?
  • Welche Rollen kommen den Akteuren im „tricky rectangle“, den Auftraggebenden, den Evaluie-renden, den VertreterInnen der Nutznießenden und Bürger sowie den politischen Entscheidungsträgern zu, wenn Nutzung und Nachhaltigkeit von Evaluation erreicht werden sollen?
  • Im Jahr 2015 werden von den Vereinten Nationen die Ziele für nachhaltige Entwicklung verabschiedet (Sustainable Development Goals). Wie lässt sich bestimmen, ob diese Ziele erreicht werden? Sind die verfügbaren Monitoring- und Evaluationssystemen hierfür bereits geeignet?
  • Welche Rolle spielt Evaluation für eine nachhaltige Entwicklung? Welchen Einfluss hat Evaluation im demokratischen Prozess? Wie kann eine lediglich vordergründige Nutzung von Evaluation vermieden werden, die über die Interessen der Auftraggebenden hinaus ein gesellschaftliches, soziales, ökonomisches Wohl im Auge hat?
  • Inwiefern und wie sind nachhaltige Wirkungen in Evaluationen zu erfassen? Was sind Indikatoren und messbare Bedingungen von Nachhaltigkeit? Wie ist Nachhaltigkeit im inzwischen alltagssprachlichen Sinne zu operationalisieren im Gegensatz zum ursprünglichen Nachhaltigkeitsbegriff?
  • Kann man in Bezug auf die Fragestellungen  von ähnlichen Prozessmustern und Mechanismen in den unterschiedlichen Systemen ausgehen oder gibt es deutliche Unterschiede? Welchen Mehrwert haben Erkenntnisse über Ähnlichkeiten bzw. systembedingte Unterschiede der Nutzung und Wirkungen von Evaluationen für das jeweils eigene Forschungs- und Handlungsfeld?

 

Wir laden Sie herzlich ein, an der Diskussion in Salzburg teilzunehmen und Ihre Arbeit auf der Jahrestagung vorzustellen. Eingeladen sind Beiträge, die sich mit den oben genannten Fragen wissenschaftlich, reflexiv oder praktisch auseinandersetzen. Die Beitragseinreichung wird ab dem 1. November 2015 über die Konferenzseite der DeGEval (https://www.conftool.com/degeval2016/) möglich sein. Die Tagung bietet folgende Beitragsmöglichkeiten:

  • Blitzvortrag: In einem Blitzvortrag wird ein Forschungs- oder Praxis-Projekt mit seinen innovativen Aspekten oder neuartigen Fragestellungen auf möglichst allgemein verständliche Weise dargestellt. Eine Blitzvortragssession besteht aus zehn fünfminütigen Blitzvorträgen, an die sich je drei Minuten Fragen anschließen. Die Möglichkeit des Blitzvortrags richtet sich insbesondere an Studierende, DoktorandInnen und BerufseinsteigerInnen, aber auch an EvaluationspraktikerInnen, welche ihre Arbeit  schlaglichtartig einem möglichst breiten Publikum präsentieren möchten.
  • Einzelvortrag: In Einzelvorträgen wird das Thema Evaluation entweder praktisch, reflexiv oder wissenschaftlich betrachtet: a. Evaluationen als Projekte mit praktischen Herausforderungen (Planung, Steuerung, Durchführung etc.), b. Evaluationen als Grundlage zur Reflektion und zum Generieren von (Meta-)Wissen über Evaluation (methodische, theoretische, methodologische Aspekte) oder c. Forschungsergebnisse über Evaluation (Evaluation als Forschungsgegenstand). Für den Vortrag stehen 20 Minuten und 10 Minuten Diskussionszeit zur Verfügung. Einzelvorträge werden zu thematischen Sessions zusammengestellt (max. 3 Vorträge pro Session).
  • Komplette Session: Komplette Sessions (90 Minuten) können als Vortragssession, als Podiumsdiskussion, Workshop oder in anderer Form konzipiert sein. Abstracts umfassen die Beschreibung der geplanten Session sowie aller beteiligter Beiträge und Personen. Bei einer Vortragssession sind kurze Inhaltsangaben der einzelnen Vorträge mit einzureichen sowie der/die ModeratorIn und ggf. DiskutantIn(nen) zu benennen. Bitte reichen Sie diese dann gesammelt in einem Dokument ein. Komplette Sessions können in deutscher und englischer Sprache stattfinden.
  • Poster: Poster präsentieren entweder innovative Evaluationsvorhaben oder Forschungsarbeiten zu Fragestellungen, welche empirisch, konzeptionell, theoretisch oder methodisch behandelt werden. Es wird eine Posterführung bzw. eine moderierte Postersession stattfinden.


Bitte reichen Sie Ihr Abstract mit max. 2.200 Zeichen inklusive Leerzeichen (für komplette Sessions mit max. 4000 Zeichen) ab dem 1. November 2015 bis zum 11. März 2016 über unsere Konferenzhomepage (https://www.conftool.com/degeval2016/) ein und beachten Sie bitte die dort angeführten Hinweise zur Einreichung. Alle Beiträge werden in einem Review-Verfahren begutachtet. Sie werden bis zum 31.05.2016 über die Beitragsannahme informiert.

Nähere Informationen zur Tagung finden Sie unter www.degeval.de/veranstaltungen/jahrestagungen/salzburg-2016/.

Den Call for Proposals können Sie sich hier als PDF herunterladen.

Bitte schauen Sie sich vor der Einreichen des Beitrages auch noch einmal unsere Informationen zur Beitragseinreichung an.

 

Kontakt:

DeGEval – Gesellschaft für Evaluation e.V.
Frau Natalie Salf
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
c/o Zentrum für Qualitätssicherung und -entwicklung (ZQ)
Colonel-Kleinmann-Weg 2, SBII, 04-543
D-55099 Mainz
Tel.: +49 (0) 6131 / 39-2 68 69
Fax: +49 (0) 6131 / 39-2 68 68
E-Mail: info[at]degeval.de
www.degeval.de

Zuletzt geändert: 09. November 2015