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Tagungsdokumentation

Hier stellen wir Ihnen nach und nach die Unterlagen zu den Sessions zur Verfügung. 

Für die Erstellung, Bearbeitung und die Bereitstellung der Videos bedanken wir uns herzlich bei der Unterrichtsmitschau der Ludwig-Maximilians-Universität München.


Begrüßung und Einführung

Erwartungsspiegel: Auftakt mit THEATER INTERAKTIV
Prof. Dr. Wolfgang Böttcher (Vorstandsvorsitzender DeGEval e.V.)
Prof. Dr. Rudolf Tippelt (Ludwig-Maximilians-Universität München)
Prof. Dr. Martin Wirsing (Vizepräsident Ludwig-Maximilians-Universität München)

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Keynote Steve Fleischman - Managing Complexity - How Evaluators Can Help Achieve Better Results in Policy and Practice

Steve Fleischman (CEO Education Northwest)

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Virtual Keynote Michael Q. Patton - Complexity and Evaluation - Connecting Theory and Practice

Michael Q. Patton (Independant organizational development and evaluation consultant)

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Abschlussdiskussion und Danksagung

Moderation: Dr. Christiane Kerlen (Vorstandsmitglied der DeGEVal e.V.)
Dr. Oliver Schwab (Vorstandsmitglied der DeGEVal e.V.)
Dr. Stefan Silvestrini (Geschäftsführer CEval GmbH)
Prof. Dr. Rudolf Tippelt (Ludwig-Maximilians-Universität München)
Katharina Warta (Senior Consultant bei Technopolis Austria)

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Hier können Sie die Ergebnisse der Teilnehmendenbefragung abrufen. Wir danken allen Tagungsteilnehmerinnen und Tagungsteilnehmern, die an der Befragung teilgenommen haben! 

Ergebnisse der Teilnehmendenbefragung 2013  

Laudatio


Der DeGEval-Nachwuchspreis wird auf der heurigen, 16. Jahrestagung der DeGEval in München zum 7. Mal vergeben. Ziel des Preises ist es, jährlich eine Nachwuchsevaluatorin / einen Nachwuchsevaluator auszuzeichnen und damit eine P1040710herausragende Arbeit im Bereich Evaluation im deutsch-sprachigen Raum zu würdigen. Die prämierte Arbeit soll dabei einen fundierten Beitrag zur fachlichen und profes¬sionellen Weiterentwicklung von Evaluation leisten. Die Verleihung des Preises stellt für die Jury auch deshalb eine besondere Ehre dar, weil sich inzwischen in der DeGEval eine sehr aktive Gruppe von Nachwuchskräften konstituiert hat. Mit der aktuellen Beschlusslage der Mitgliederversammlung am Mittwoch wird das Nachwuchsnetzwerk noch stärkere Eigenständigkeit und Sichtbarkeit erlangen. Aus Sicht der DeGEval soll dieser Preis die Bedeutung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet der Evaluation sowie der Nachwuchsförderung insgesamt hervorheben, der sich die DeGEval besonders verpflichtet fühlt.

Im Jahr 2013 gab es insgesamt sechs Einreichungen für den Nachwuchspreis, zwei Praxisarbeiten und vier wissenschaftliche Arbeiten. Darunter befanden sich zwei Dissertationen, denen es aus der Sicht der Jury auf ganz besondere Art und Weise gelungen ist, theoretische und empirische/praktische Ansätze der Evaluation miteinander zu verbinden und weiterzuentwickeln. Beide Arbeiten weisen ein sehr hohes wissenschaftliches Niveau auf und liefern neue Erkenntnisse zu spannenden, innovativen Themenfeldern der Evaluation.
Bei einer der beiden Arbeiten handelt es sich um eine Dissertation zum Thema „Einflüsse von externer Programmevaluation auf individuelles Handeln“. Die Autorin hat mit Ihrer Arbeit Grundlagenforschung für Evaluationen betrieben und diese mittels einer empirischen Felduntersuchung am Beispiel eines externen Schulevaluationsverfahrens unterfüttert. Methodisch herausragend hat sie sich einer komplexen Aufgabe gestellt, nämlich zu untersuchen, unter welchen Umständen Programmakteure die Ergebnisse von Evaluationen für Veränderungsprozesse nutzen. Die Ergebnisse der Dissertation enthalten neue Erkenntnisse zur Thematik „Nutzung von Evaluationen“, die aus Sicht der Jury auch gut auf Evaluationen im Umfeld von Organisationen in anderen Feldern übertrag- und anwendbar sind. Die Dissertation liefert der Evaluationscommunity neue Sichtweisen in bisher – auch in der internationalen Evaluationsforschung – noch wenig betrachteten Nutzungsprozessen von Evaluationen.


Bei der zweiten Arbeit handelt es sich ebenfalls um eine Dissertation und zwar zu dem Thema: „Die Evaluation von Weiterbildungsprozessen in der Praxis: Status quo, Herausforderungen, Kompetenzanforderungen“. Die Arbeit leistet einen neuen und innovativen Beitrag zu einer Bestandsaufnahme der Evaluation von Weiterbildungsprozessen. Auf der Basis unterschiedlicher Evaluierungsansätze und -modelle wird ein allgemeines Ablaufmodell von Evaluationen in Weiterbildungsorganisationen mit hoher praktischer Relevanz entwickelt. Dem Autor gelingt dabei der Spagat sowohl die Evaluationsforschung (in Deutschland) voranzubringen, als auch Evaluation als Instrument der Qualitätssicherung in der Praxis stärker zu verankern. Das in der Arbeit entwickelte Anforderungsprofil für Evaluierende von Weiterbildungsprozessen stellt dabei ein sehr gutes Beispiel dar, wie – basierend auf den einschlägigen DeGEval-Standards – eine soziawissenschaftliche Arbeit für Evaluations-Laien Relevanz bekommen kann.

Bei den AutorInnen dieser beiden herausragenden Arbeiten handelt es sich um Frau Dörthe Schott und Herrn Stefan Rädiker. Frau Schott ist mit ihrer Dissertation an der Universität Hildesheim zur Doktorin der Psychologie promoviert worden und ist heute als freie Evaluatorin und Gutachterin tätig. Herr Rädiker ist mit seiner Dissertation an der Philipps-Universität Marburg zum Doktor der Erziehungswissenschaften promoviert worden und ist derzeit bei der VERBI Software. Consult. Sozialforschung GmbH in Berlin tätig, wo er unter anderem das Analyseprogramm MAXQDA entwickelt.
Aufgrund der Besonderheiten beider Arbeiten, hat sich die Jury (wieder mal) dazu entschlossen den Preis (nicht jedoch das Preisgeld!) zu teilen und freut sich, als PreisträgerInnen des Nachwuchspreises 2013 Frau Dörthe Schott und Herrn Stefan Rädiger bekanntgeben  zu dürfen. Wir gratulieren beiden PreisträgerInnen und hoffen auf zahlreiche weitere Beiträge von ihnen zur Theorie und Praxis der Evaluationsforschung im deutschsprachigen Raum!

Herzlichen Glückwunsch!!!

Abschließend möchten wir noch darauf hinweisen, dass die Arbeiten der anderen Bewerberinnen für den Nachwuchspreis, die hier nicht ausgezeichnet werden konnten, von der Jury als durchwegs sehr gut befunden wurden und möchten diese ermutigen, Ihre Beiträge bzw. Auszüge daraus ebenfalls in nationalen und internationalen Zeitschriften zu veröffentlichen!

Die Jury des Nachwuchspreises 2013

Thomas Fohgrub, Christiane Kerlen, Berthold Schobert,
Sonja Sheikh, Klaus Zinöcker  

Laudatio

Mit der Verleihung des DeGEval-Medienpreises ehrt die DeGEval – Gesellschaft für Evaluation e.V. journalistische Beiträge, die besonders geeignet sind, den Wissensstand der Öffentlichkeit zum Thema Evaluation zu erhöhen. P1040695

Die Jury freut sich sehr, den Preis in diesem Jahr für einen Beitrag verleihen zu können, der kaum Vorkenntnisse voraussetzt, um das häufig schwer für die Öffentlichkeit zugängliche Thema Evaluation zu verstehen. Er wurde in der Redaktion Spezialthemen der Saarbrücker Zeitung verfasst. Spezialthemen stellen den „Brückenschlag“ zwischen lokaler Tageszeitung und einem Magazin dar. Sie eröffnen die Möglichkeit, Hintergründe und Geschichten zu erzählen, die weit über die eigentliche Nachricht, deren Vermittlung die Hauptaufgabe einer regionalen Tageszeitung wie der Saarbrücker Zeitung ist, hinausgehen. Die Nachricht lautet „Das CEval der Universität des Saarlandes feiert zehnjähriges Bestehen“. Diese könnte in einer Zwölf-Zeilen-Meldung abgehandelt werden. Daraus entstanden ist aber durch die Leistung von Philip Weber sehr viel mehr. Unter dem Titel „Wir sind so etwas wie Missionare“ gibt er Einblick in die vielseitigen Facetten, die die Arbeit von Evaluierenden hat.

Nicht anhand von Methoden, sondern anhand von Menschen beschreibt der Artikel, in wie vielen Lebensbereichen Evaluation mittlerweile zum Einsatz kommt und welchen Anteil das CEval an dieser Entwicklung hat. Der Beitrag klammert dabei auch nicht aus, mit welchen Vorbehalten sich Evaluatorinnen und Evaluatoren auseinandersetzen müssen. Auf diese Weise können sich die Leser eine Vorstellung davon machen, was es bedeuten würde, wenn Evaluation eines Tages auch in den eigenen Arbeitsbereich Einzug hält. Der Anspruch, die Leser aus ihrem Alltag in ein Fachgebiet abzuholen, eine ganz entscheidende journalistische Tugend, wird hier vortrefflich umgesetzt.

Wir wollen mit dem Preis in diesem Jahr auch die Arbeitsleistung würdige, die hinter diesem Text steht. Dem Artikel ist anzumerken, dass für den Autor der vielfach vernachlässigte Grundsatz „Recherche ist nicht googeln“ immer noch seine Gültigkeit hat. Die Zitate zeigen, dass dem Verfassen des Beitrags ein ausführliches Gespräch vorausging. Zudem belässt er es bei der Beschreibung des Studiengangs „Master of Evaluation“ nicht bei Informationen, die auch auf der entsprechenden Webseite zu finden wären, sondern illustriert die Schilderung durch das Beispiel eines exotischen Studierenden, das sicher im Gedächtnis bleiben wird.

Wir wollen mit dem Preis in diesem Jahr auch die Saarbrücker Zeitung würdigen. Ein Journalismus, der noch Kapazität für die fundierte Aufbereitung komplexer Themen hat, wird in Zeiten des wirtschaftlichen Drucks immer seltener. Ganz besonders stellt sich dieses Problem bei regionalen Tageszeitungen. Diese haben Reporter mit einer entsprechenden Allgemeinbildung und der Fähigkeit, sich täglich in neue Themen einzuarbeiten, häufig an Berufe mit besseren Arbeitsbedingungen und besserer Vergütung verloren. Gelingt es also speziell einer regionalen Tageszeitung, hier einen Gegentrend zu setzen, ist dies besonders zu würdigen. 

Philip Weber wurde 1984 in Bonn geboren und ist im Saarland aufgewachsen. Vom Kindergarten bis zum Abitur war er an französisch-sprachigen Einrichtungen in Saarbrücken. Sein Abitur und Baccalauréat machte er 2004 am Deutsch-Französischen Gymnasium in Saarbrücken. Aufgrund seines politischen Interesses studierte er von 2004 bis 2011 an der Universität Trier Politik und VWL. Je länger er jedoch studierte, desto weniger wusste er, wem er seine Stimme geben sollte, geschweige denn, für was es sich zu engagieren lohnte. Er dachte sich „Wenn du die Zusammenhänge schon kaum verstehst, wie soll das der Ottonormalbürger tun? Außerdem muss man das doch viel leichter erklären können!“ So kam es dann zum „Seitenwechsel“. Philip Weber machte einige Praktika im Bereich Journalismus und hat sich dann nach Ende seines Studiums für die klassische journalistische Ausbildung, das Volontariat entschieden. Im Sommer 2011 begann Herr Weber zunächst als freier Mitarbeiter bei der Saarbrücker Zeitung, wo er seit Januar 2012 als Volontär tätig ist. Seine „Heimatredaktion“ ist dabei die Redaktion Spezialthemen, in der auch die jeden Dienstag in der Saarbrücker Zeitung erscheinende Hochschule-Seite entsteht. Für diese war er über ein Jahr lang verantwortlich und im Rahmen dieser Arbeit entstand auch der Artikel, für den die Gesellschaft für Evaluation ihn auszeichnet.

Wir gratulieren Ihnen sehr herzlich!

Die Jury des Medienpreises 2013

Marcus Capellaro, Gregor Jungheim, Christiane Kerlen

Marcus Capellaro, Inhaber des Instituts ‚Marcus Capellaro - Konzeption & Evaluation kommunikativer Maßnahmen‘, Gregor Jungheim, Leiter der Redaktion „Die Stiftung“ und Vorjahrespreisträger des Medienpreises der DeGEval, und Dr. Christiane Kerlen, Mitglied des Vorstands der DeGEval, bildeten die Jury zur Verleihung des DeGEval-Medienpreises 2013. 

Fotodokumentation

Tagungseröffnung

Sessions und Arbeitskreistreffen

Keynotes von Steve Fleischman und Michael Quinn Patton (virtuelle Keynote)

Posteraustellung und -führung

Nachwuchs- und Medienpreis und Abschlussgespräch

Sponsorenaustellung

Abendveranstaltung Donnerstag mit Theater Interaktiv

Weitere Eindrücke von der Tagung