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D 4 - Methodenmix und Triangulation als Chance für Partizipation

AK Soziale Dienstleistung

 

Im Fokus dieser Session steht die Frage, wie es bei der Evaluation eines Programms gelingen kann, zum einen die Perspektive der Stakeholder einer Maßnahme zu erheben und zum anderen diese in den Prozess der Evaluation einzubinden, ohne dabei bei den Ansprüchen (Gütekriterien) an eine Evaluation Abstriche machen zu müssen.

Im ersten Vortrag wird Frau Dr. Kari-Maria Karliczek am Beispiel der wissenschaftlichen Begleitung der „Lokalen Aktionspläne im Rahmen des Bundesprogramms VIELFALT TUT GUT“ dieser Frage nachgehen. In diesem Programm sind zum einem eine Vielzahl von Stakeholdern beteiligt und zum andern werden die „Aktionspläne dynamisch umgesetzt, d. h. die Zielstellungen ändern sich im Programmverlauf in Abhängigkeit von lokalen Gegebenheiten“. Dargestellt wird, wie mit Hilfe eines „Multimethodendesigns, dessen qualitativer Kern multikontextuale Fallstrukturanalysen“ bilden, der Austausch zwischen den Akteursgruppen im Prozess der Datenerhebung untereinander befördert wird. Durch dieses Vorgehen entsteht ein („qualitatives“) Panel. Es können dadurch Vergleiche gezogen und „übergreifende Aussagen zu Entwicklungsverläufen, Ergebnissen, Wirkungen und Gelingensfaktoren“ gemacht werden.

Im zweiten Vortrag argumentiert Herr Stefan Heinzmann, dass bei der Evaluation von Programmen in der Sozialen Arbeit „Partizipation ein unverzichtbarer Bestandteil eines subjektorientierten Ansatzes“ ist. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, sind ein Methodenmix aus quantitativen und qualitativen Methoden bzw. eine Perspektiventriangulation der beteiligten Stakeholder Voraussetzung. Die Instrumente der Evaluation müssen nicht nur den Standards der Disziplin(-en) unterliegen, sondern auch so gestaltet werden, dass sie die „Lebenswelt der Zielgruppe“ in den Blick nehmen können. „Durch diese Methode - so Heinzmann - wird zum einen die Identifikation und Auseinandersetzung der beteiligten Akteure mit dem Thema gestärkt und zum anderen die Basis für die Akzeptanz des Handlungsbedarfs in Politik und Praxis geschaffen“.

Vorträge:

 

Moderation: Dr. Marianne Lück-Filsinger

Zuletzt geändert: Mittwoch, den 17. August 2011