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Zuletzt geändert: 17. März 2015

Forum-evaluation

Forum-evaluation, die seit 1997 von Wolfgang Beywl moderierte und von der DeGEval unterstützte elektronische Diskussionsliste zur Evaluation, steht im Mittelpunkt eines kürzlich veröffentlichten Artikels, der sich mit neuen, durch elektronische Medien ermöglichten wissenschaftlichen Kommunikationsformen befasst:

Aus der Zusammenfassung:
"Was führt dazu, dass eine Mailingliste tatsächlich zu inhaltlicher, wissenschaftlicher Kommunikation genutzt wird? Hinweise zur Beantwortung dieser Frage sollen im Folgenden durch die qualitativ-empirische Untersuchung einer 'funktionierenden' Mailingliste gewTonnen werden, in der jährlich ca. 300 Beiträge gepostet werden [forum-evaluation]. Dabei dient das (im 1. Abschnitt erläuterte) linguistische Konzept des 'Textsortenwissens' als Orientierungsrahmen. Anhand daraus abgeleiteter Kriterien  etwa in Bezug auf inhaltliche und formale Merkmale  werden (im 2., auswertenden Abschnitt) die über die Liste versandten E-Mails analysiert: Offensichtlich wirkt sich eine transparente Kommunikation solcher Kriterien auf die Akzeptanz und Qualität der Mailingliste aus. Zugleich wird damit auch eine Atmosphäre gefördert, die 'stille Teilnehmende' ermutigt, sich an der Diskussion zu beteiligen. Im abschließenden Resümee (3. Abschnitt) wird die These diskutiert, inwieweit die beschriebenen Faktoren nicht nur zum Gelingen der Listenkommunikation, sondern darüber hinaus implizit zu einer Veränderung herkömmlicher (wissenschaftlicher bzw. institutioneller) Strukturen beitragen."

Aus dem Resümee:
"Es scheint deshalb für die Akzeptanz einer im akademischen Kontext neuen Kommunikationsform sinnvoll zu sein, wenn die Rahmenbedingungen, wie in der untersuchten Liste [forum-evaluation], bewusst und in der Tradition der bekannten Wissenschaftspraxis gestaltet werden. Zugleich zeigte sich, dass dadurch zwar gute Voraussetzungen für eine aktive Beteiligung geschaffen werden 'hergestellt' werden kann ein solches Verhalten jedoch nicht: Der damit initiierte Prozess braucht Zeit und lässt sich nicht 'verordnen'."

Quelle:
Anne Thillosen: Schreiben und Lesen in (fachlichen) Mailinglisten - Sozialisation für eine neue akademische Kultur? In: Ullrich Dittler, Michael Kindt, Christine Schwarz (Hrsg.): Online-Communities als soziale Systeme. Wikis, Weblogs und Social Software im E-Learning. Münster u.a.: Waxmann (Medien in der Wissenschaft, Bd. 40), S. 165 - 180.

Kontakt:
anne.thillosen@hus-hh.de

Zuletzt geändert: 20. Januar 2014