Der erste Workshop des AK "Strukturpolitik" fand am 7./8.3.02 an der Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege in Berlin-Lichtenberg statt (Programm & Vorträge). Die Resonanz war nicht nur unter den Evaluatoren, sondern auch unter den Fondsverwaltern und Verwaltungen, die für Förderprogramme im Bereich der Strukturpolitik verantwortlich sind, sehr groß. Es nahmen insgesamt 37 Personen aus Verwaltung, Wissenschaft und Beratungsunternehmen teil.
Auf der Jahrestagung der DeGEval in Speyer im Oktober 2001 wurde auf einem ersten Treffen Interessierter beschlossen, einen AK Strukturpolitik der DeGEval zu gründen. Auf diesem Workshop hat sich dieser AK nun auch offiziell konstituiert.
Als künftige Arbeitsgebiete des Arbeitskreises wurden diskutiert:
- Bestandsaufnahme: Grundlage der weiteren Arbeiten ist eine Bestandsaufnahme über Umfang und Art der durchgeführten Evaluationen in den einzelnen Bereichen der Strukturpolitik, sowie die dort eingesetzten Methoden, Verwendung der Ergebnisse, etc. Daraus kann eine dauerhafte Internet-Plattform für den Informationsaustausch zu Evaluationen im Bereich Strukturpolitik (Ausschreibungen, Methodendiskussionen, etc.) erwachsen. Auf der Basis der DeGEval-Webseite soll ein erster Entwurf von möglichen Inhalten für eine solche Internet-Plattform entwickelt werden.
- Leitlinien zu Aufgaben und Leistungsfähigkeit von Evaluationen. Ein zweiter Arbeitsbereich des Arbeitskreises besteht darin, Erwartungen, Aufgaben und Leistungsfähigkeit von Evaluationen zu diskutieren. Dies schließt Aspekte wie die Definition der Evaluationsfragestellung, die Gestaltung von Ausschreibungen, Qualität von Evaluationsmethoden und -ergebnissen, aber auch unterschiedliche Erwartungen über die Funktion und Leistungsfähigkeit der Evaluation mit ein. Ergebnis dieses Arbeitsschrittes könnten am Evaluationsprozess ausgerichtete Leitlinien zur Qualitätssicherung sein.
- Auf der Grundlage der Klärung der eigenen Erwartungen bezüglich Leistungsfähigkeit und Aufgaben der Evaluation beteiligt sich der Arbeitskreis an der Erarbeitung von fachgebietsübergreifenden Standards der Evaluation.
- Beiträge des Arbeitskreises für die 5. DeGEval-Jahrestagung im Oktober 2002 in Mainz: "Evaluation - Kompetenzen entwickeln und nutzen". Vorläufig ausgewählt wurden bisher:
- Evaluierung von Querschnittsthemen (Chancengleichheit, Informationsgesellschaft, nachhaltige Entwicklung u.a.) in den Strukturfondsprogrammen
- Datenbeschaffung und Indikatoren in der Halbzeitevaluierung der Strukturfonds, Verhältnis von Evaluierung und Monitoring
- Reflexion über die Rolle des Evaluators und die Standards der DeGEval
Vorträge des Workshops
Michaela Gensheimer, Senator für Wirtschaft und Häfen Bremen
Definition aussagefähiger und erfassbarer Kontextindikatoren bei der Evaluierung von Maßnahmen der Stadtentwicklung (pdf)
Regina Grajewski / Birgit Koch, FAL Braunschweig
Prof. Dr. Schrader (FAL), Prof. Dr. Seyfried (FHVR), Gerald Wagner (isw)
Zur Abstimmung zwischen Monitoring und Evaluation (Vortrag und Folien als pdf)
Diskussionsrunde zum Thema: „Standards für Evaluation im Bereich der Strukturpolitik“ (pdf)
Heinz Wendt u.a., FAL Braunschweig
Datenbeschaffung für die Evaluation von Fördermaßnahmen im Bereich der Marktstrukturverbesserung (pdf)
Michaela Gensheimer, Senator für Wirtschaft und Häfen Bremen
Erhebung von Indikatoren für mehrere Förderprogramme (pdf)
Petra Wagner / Angelika Zartl, ARC Seibersdorf
Einsatzmöglichkeiten von bibliometrischen Methoden für die Bewertung von komplexen Förderprogrammen (pdf)
Rolf Bergs, Planung & Forschung, Bad Soden
Ziele und Grenzen von SWOT-Analysen in den Strukturfondsprogrammen (pdf)
Peter Frankenfeld, Universität Bremen
Schafft regionale Strukturpolitik eigentlich Arbeitsplätze? Sinn und Unsinn der Messung von Beschäftigungseffekten (pdf)