Der Arbeitskreis Strukturpolitik gestaltete auf der Jahrestagung in Mainz insgesamt drei Workshops, deren Themenstellungen mit Teilnehmerzahlen von bis zu 70 Personen ein überwältigendes Interesse fanden. Sie finden die meisten Beiträge der Referentinnen und Referenten auf dieser Seite zum Download.
1) Standards zur Qualitätsentwicklung? - Die Halbzeitbewertung der Strukturfonds
Im Rahmen der Diskussion wurde anhand der Erfahrungen mit der Halbzeitbewertung der Strukturfonds 2000-2006 der Frage nachgegangen, inwiefern die Standards als Dialoginstrument und Leitfaden zur Selbstbindung taugen. Dabei wurden die folgenden Aspekte betrachtet:
- Ausschreibungsverfahren
- Steuerung der Evaluation
- Auswahl der Methoden
Wir haben dazu ein Podium aus Vertretern von Europäischer Kommission, Bund, Ländern und Evaluatoren zusammengestellt (Jochen Lang - Bundesministerium für Verkehr, Alexandra Schubert - Finanzministerium Brandenburg, Dietmar Braun - Europäische Kommission, Regine Grajewski, FAL).
2) Evaluation von Querschnittsthemen in der Strukturpolitik: Gender-Mainstreaming und Nachhaltigkeit
In der neuen Förderperiode der Strukturfonds 2000-2006 haben einige Querschnittsthemen, die gleichermaßen in allen Fonds von Bedeutung sind, an Gewicht gewonnen. Dazu gehören vor allem die Chancengleichheit und die Nachhaltigkeit. Die Evaluation dieser Themen stellt auch die Evaluatoren vor neue Herausforderungen. Im Mittelpunkt dieses Workshops stand daher der fondsübergreifende Austausch über Methoden und Ansätze zur Evaluation dieser Querschnittsthemen.
- Barbara Fährmann (FAL Braunschweig): Ein Bündel voller Ziele und Instrumente - Zum Umgang mit der themenbezogenen Querschnittsbewertung von Entwicklungsprogrammen für den ländlichen Raum
- Benno Savioli / Thomas Mirbach / Henni Meseke (Feedback Bremen, Lawaetz-Stiftung, Compass Bremen): Evaluieren Sie Gender Mainstreaming! - Von der Kunst, einen Pudding an die Wand zu nageln.
- Daniela Glimm-Lükewille (TU Darmstadt): Nachhaltigkeit, öffne dich! - Methodische Ansätze einer thematischen Evaluation der EU-Strukturfonds (pdf1 - pdf2)
3) Methodik, Durchführung und Ergebnisse von Vergleichsgruppenanalysen
Um im Rahmen einer umfassenden Wirkungsanalyse alle im Zusammenhang mit einer Fördermaßnahme stehenden Wirkungen bestimmen zu können, ist streng genommen die Simulation einer Situation ohne die Fördermaßnahme notwendig, um diese mit der tatsächlichen Entwicklung mit der Maßnahme vergleichen zu können. Die Differenz ist der Förderung als Nettowirkung zurechenbar. Ein Weg dazu sind so genannte Vergleichsgruppenverfahren, deren Methodik an Hand von praktischen Beispielen diskutiert wurde.
- Marco Puxi (ISG Dresden): Vergleichsgruppenanalysen in der berufsbegleitenden Qualifizierung in Sachsen
- Axel Deeke / Thomas Kruppe (beide IAB Nürnberg): Inhaltliche und methodische Aspekte von Vergleichsgruppenanalysen in der Evaluation des ESF-BA-Programms (pdf)
- Lukas Mitterauer (Universität Wien, Zentrum für Evaluation und Controlling): Was kostet die aktive Arbeitsmarktpolitik? - Eine Vergleichsgruppenanalyse mittels Sozialversicherungsdaten (pdf)