„Regionale Entwicklung durch Kooperation und Netzwerke? Regionale und lokale Entwicklungskonzepte und –prozesse und ihre Evaluierung“ war der Titel des Frühjahrsworkshops des AK Strukturpolitik der DeGEval in Coesfeld im Münsterland am 5. und 6. Mai 2011. Stefan Meyer führte als AK-Sprecher in den Workshop ein (01_Einleitung.pdf ) Nach einem Einführungsvortrag von Guido Nischwitz (02_Nischwitz.pdf ) über grundlegende Herausforderungen und Handlungsfelder der Regionalentwicklung wurden Ergebnisse aus abgeschlossenen und laufenden Evaluationsvorhaben vorgestellt. Zwei Vorträge am ersten Tag beschäftigten sich inhaltlich mit LEADER, einem von der EU mitfinanzierten Ansatz der Regionalentwicklung, der seit 2007 integraler Bestandteil der Politik der 2. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik ist (03_Raue.pdf , 04_Welz.pdf).
Die Vorträge am zweiten Tag hatten vor allem methodische Ansätze der Netzwerkanalyse zum Thema. Judith Elbe stellte Methoden der quantitativen Netzwerkanalyse vor und berichtete von ihren Erfahrungen im Rahmen der Begleitforschung zu Bioenergie-Regionen (05_JudithElbe.pdf). Netzwerkanalysen kommen aber nicht nur im Rahmen von Evaluationen zum Einsatz; vielfach werden sie als regionalökonomischer Analyseansatz (z. B. im Rahmen von Standortuntersuchungen) eingesetzt (06_Dickow.pdf). Ein weiteres Anwendungsbeispiel im Rahmen der Evaluation eines ESF-Programms, stellten Kripgans und Ainz vor, die Territoriale Beschäftigungspakte (TEPs) in Österreich unter Nutzung einer sozialen Netzwerkanalyse bewerteten (07_Ainz_Kripgans.pdf ). Institutionalisierte Netzwerke auf EU-Ebene und in den Mitgliedstaaten zum Austausch von Informationen und zur verbesserten Praxis der ländlichen Entwicklung waren Gegenstand des Vortrags von Doris Marquardt, die Anspruch und Wirklichkeit dieses Politikinstruments untersuchte (08_Marquardt.pdf ).
Regina Grajewski
Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI), Institut für Ländliche Räume, Braunschweig
E-Mail:
Stefan Meyer
MR Gesellschaft für Regionalberatung, Bremen
E-Mail: