Internationale Fachtagung 2002
"Evaluation in der Stadt- und Regionalentwicklung" war das Thema der initiierenden Internationalen Fachtagung der DeGEval und des Lehrstuhls für Wirtschaftsgeographie und Regionalentwicklung am 25.-26.04.2002 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, an der 80 Teilnehmer aus fünf europäischen Staaten teilnahmen. Die erweiterten Fassungen der Vorträge dieser Tagung sind in dem folgenden Sammelband enthalten:
Peter Sedlacek (Hrsg.) (2004): Evaluation in der Stadt- und Regionalentwicklung. Opladen = Stadtforschung aktuell 90. - ISBN 3-8100-3774-5 ; 29,90 €
! Mitglieder der DeGEval können diesen Band direkt bei Verlag mit dem Hinweis "Mitglied DeGEval" per Post oder Fax (nicht per E-mail !) mit 15 % Rabatt beziehen.
Workshops auf der Jahrestagung in Mainz 2002
Auf der 5. Jahrestagung der DeGEval in Mainz im Oktober 2002 führte der AK zwei Workshops durch:
1. Evaluation von Raumentwicklungspolitik zwischen Balanced Scorecard und Transdisziplinarität
2. Evaluation von Raumentwicklungspolitik - grenzüberschreitend - umweltbeachtend.
Die Beiträge erschienen in der Zeitschrift für Evaluation Heft 1/2003
Workshop am 10./11. April 2003 in Jena
Ein weiterer Workshop, der sich vorrangig mit methodischen Fragen befasste, fand am 10./11-. April 2003 in Jena statt.
Die Vorträge dieses Treffens sind in den Jenaer Geographischen Manuskripten erschienen. Die Bestellmöglichkeit finden Sie auf der Homepage des Lehrstuhls für Wirtschaftsgeographie und Regionalentwicklung (Prof. Dr. Sedlacek) der Universität Jena.
Workshop während der Jahrestagung 2003 in Hamburg
Zur 6. Jahrestagung der DeGEval am 9./10. Oktober 2003 in Hamburg wurde vom AK ein eigener Workshop durchgeführt.
Frühjahrstagung 2004
Im April 2004 führte der AK seine Frühjahrstagung in Potsdam durch. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Institut für Geographie (Prof. Dr. Weith / Prof. Dr. Rolfes). Der Tagungsband erscheint im März 2005. Die Beiträge untersuchen den Stellenwert und das Potenzial von Evaluationen zum einen im Rahmen von integrierten Stadtentwicklungsprogrammen (insbes. "Soziale Stadt"), zum anderen in der Umweltplanung und Regionalentwicklung.
Vorstellung der Tätigkeiten des Arbeitskreises in der Zeitschrift für Evaluation
Die bisherigen Aktivitäten des Arbeitskreises wurden zusammenfassend in der Zeitschrift für Evaluation, Heft 2/2004 veröffentlicht (Weith, Thomas / Sedlacek, Peter / Rolfes, Manfred: Theorie und Praxis der Evaluation für Städte und Regionen, ZfEval 2/2004, S. 335 - 340).
Jahrestagung 2005 in Essen
Bei der Jahrestagung der DeGEval (Gesellschaft für Evaluation) vom 12. bis 14. Oktober 2005 in Essen mit dem Titel „Wirkungen auf der Spur“ war der Arbeitskreis mit drei eigenen Veranstaltungen beteiligt.
Der AK führte am Donnerstag, den 13.10. von 16 bis 17.30 Uhr in Eigenregie den gut besuchten Workshop „Wirkungen in der Evaluation der Stadt- und Regionalentwicklung“ durch, moderiert durch Professor Weith (Uni Potsdam).
Folgende Vorträge wurden präsentiert:
- Verena Schäffer (Université Lausanne): Evaluation von Regionalmanagement in Sachsen-Anhalt,
- Sebastian Elbe (Sprint Consult Gbr. Darmstadt): Selbstevaluierung in der ländlichen Regionalentwicklung,
- Kerstin Munsel (Universität Jena): Regionale Auswirkungen durch Technologie- und Gründerzentren in den Neuen Bundesländern auf der Spur,
- Silke Schmidtmann (TU Berlin): Wirksame Wege für den ÖPNV im ländlichen Raum.
Die Veranstaltung zeigte wieder einmal die existierende Vielfalt bestehender Evaluationsansätze. Zugleich wurde deutlich, dass sich bereits die Benennung von Wirkungsbeziehungen in den hochkomplexen Prozessen der Stadt- und Regionalentwicklung als schwierig erweist. So ist es nicht verwunderlich, dass insbesondere für die Praktiker nutzbare Wirkungsmodelle fehlen. Zur Wirkungsmessung werden deshalb oftmals allgemeine Indikatorenkonzepte oder Erfolgsfaktoren herangezogen. Die verstärkte Fokussierung auf prozessbezogene Aspekte und institutionelles Lernen lässt Wirkungen noch schwieriger erfassen und nachweisen.
So gilt festzuhalten, dass für die Durchführbarkeit wie konkrete Durchführung von Wirkungsanalysen und -kontrollen noch eine Vielzahl von Aufgaben in Forschung und Praxis zu bewältigen sind. Insbesondere der Vortrag von Frau Munsel zeigte jedoch, dass notwendiges methodisches „Rüstzeug“ (wie z.B. die vergleichende Betrachtung von Kontrollgruppen) vielfach bereits existiert. In der Praxis gelangt dies jedoch nicht immer zum Einsatz.
Die Vortragspräsentationen werden demnächst auf der AK-Seite der degeval-Homepage allen Mitgliedern zur Verfügung stehen.
Am Freitag, den 14. Oktober, wurde, moderiert von Professor Sedlacek (Uni Jena) von 10.30 Uhr bis 12 Uhr vom AK zusammen mit den Arbeitskreisen Umwelt und Strukturpolitik der Workshop „Zwischen Modell und Mythos: Wirkungszusammenhänge in der Regional- und Umweltentwicklung“ veranstaltet.
Vortragende waren Dr. Stefan Meyer (MR Regionalberatung GmbH, Delmenhorst), Dipl.-Ing. Stephan Elbe (Sprint-Consult, Darmstadt) sowie Prof. Dr. Thomas Weith (Universität Potsdam).
Die Vorträge beleuchteten aus theoretischer wie praktischer Sicht unterschiedliche methodische Ansätze zur Wirkungsanalyse. Es wurde insbesondere deutlich, dass es im wissenschaftlichen Bereich erheblicher Forschungsanstrengungen zur Reduzierung von bestehenden Kenntnislücken sowie im Anwendungsfeld einer verstärkten methodischen Reflexion bedarf, um zukünftig von tragfähigen Wirkungsanalysen sprechen zu können.
Ebenfalls am Freitag fand, leider in überschaubarer Runde, die Mitgliederversammlung des AK statt. Neben einem Bericht über die Aktivitäten im Jahr 2005 standen die Diskussion zukünftiger Zielsetzungen und eine Neuwahl der Sprecher auf der Tagesordnung.
Mit Blick auf die zukünftigen Aktivitäten des Arbeitskreises wird einerseits ein verstärkter Kontakt mit spezifischen Anwendungs-Zielgruppen (Büros, Fachverbände, Behörden etc.) angestrebt. Andererseits sollen insbesondere Veranstaltungen stärker „programmorientiert“ (z.B. zu den Themen Stadtumbau, Dorferneuerung, ISEKs oder auch zu raumbezogener Kriminalprävention) durchgeführt werden. Dies soll schon in der nächsten Frühjahrstagung 2006 (s.u.) aufgegriffen werden.
Auf dem Treffen hat zudem Herr Professor Dr. Peter Sedlacek seine Sprecherfunktion auf eigenen Wunsch abgegeben. Als neuer AK-Sprecher wurde der bisherige stellvertretende Sprecher, Professor Dr.-Ing. Thomas Weith (Universität Potsdam) gewählt. Seine bisherige Funktion als Stellvertretung übernimmt Dr. Brigitte Wotha (Büro Dr. Wotha, Strande).
Mitgliederinformation
In unregelmäßigen Abständen werden die Mitglieder des AK durch die INFORMATIONEN über laufende und geplante Aktivitäten unterrichtet. Die INFORMATIONEN werden über email nur an die Mitglieder des AK versendet. Interessenten können sich in die mailing list eintragen lassen bei weith@rz.uni-potsdam.de. Bisher erschienene INFORMATIONEN finden Sie hier unter "Weiterführendes".