Bisherige Workshops und Aktivitäten des Arbeitskreises "Evaluation von Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik" in der DeGEval:
Jahrestagung Münster 2009
Eine wichtigere Rolle für die Gesellschaft im Feld der Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik? Die Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik ist zumeist getrieben von der Technologieentwicklung und dem Forschungsfortschritt selbst. Akteure sind vor allem die ForscherInnen und EntwicklerInnen, neue Erkenntnisse und neue Lösungen prägen im Sinne eines „technology push“ die Politikgestaltung. Parallel konzentriert sich die Evaluation von Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik nicht selten auf die Ex Post-Analyse entsprechender Diffusionsprozesse und Förderprogramme. Die Gesellschaft als Quelle eines „demand pull“ oder als gestaltender Akteur spielt eine vergleichsweise geringere Rolle, auch wenn politische Strategien wie aktuell die Hightech-Strategie die Notwendigkeit einer stärker an gesellschaftlichen Bedürfnissen orientierte FTI-Politik betonen. Die zwei Beiträge des Workshops lenken den Blick auf Prozesse, in denen gesellschaftliche Aspekte – durch eine Öffnung der Forschungsevaluation im Sinne eines erweiterten Peer-Review bzw. durch die Evaluation des Foresight-Prozesses – stärker einbezogen sind. • Janina Schirmer, Dr. Malte Schophaus (Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen): „Extended Peer Review in der Forschungsevaluation als Antwort auf die Herausforderungen der Wissensgesellschaft?“ PDF
• Judith Hoffmann (Institut für Technologie und Arbeit - Kaiserslautern): „Formative Prozessevaluation am Beispiel des BMBF-Foresight-Prozesses“ PDF
Der Arbeitskreis Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik der DeGEval hat am 20. Mai 2009 in Karlsruhe sein Frühjahrstreffen zum Thema „Kriterien und Indikatoren bei Evaluationen – Herausforderungen aus veränderten FTI Maßnahmen" durchgeführt. Mit Evaluatoren, Auftraggebern und Interessierten wurden die bei aktuellen Evaluationsprojekten eingesetzten Kriterien- und Indikatorensysteme diskutiert und einen Überblick über dieses stets aktuelle Feld der FTI-Evaluation geboten.
Auf dem Frühjahrstreffen erfolgte eine Bestandsaufnahme zu neueren Entwicklungen, es wurden Beispiele aus laufenden oder gerade abgeschlossenen Evaluationen vorgestellt. Das Frühjahrstreffen wurde in den Räumen des Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe durchgeführt, das mit Dr. Marianne Kulicke im Sprecherteam des Arbeitskreises mitwirkt.
•Dr. Marianne Kulicke (Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung): Überblick zu den Herausforderungen aus veränderten FTI Maßnahmen für Evaluationen PDF
•Dr. Sabine Mayer (KMU Forschung Austria): Systemevaluierung der österreichischen Forschungsförderung und –finanzierung PDF
•Anton Geyer (Technopolis Wien): Vergleichende Analyse zum Instrument Strategische Partnerschaften und Entwicklung eines Evaluationskonzepts
•Bernhard Lagemann (RWI Essen): Begleitende Evaluierung des Förderinstrumentes "Spitzencluster-Wettbewerb" des BMBF PDF
•Dr. Thomas Stahlecker (Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung): Strategiebericht 2009 zur EU-Strukturpolitik PDF
•Dr. Sonja Kind und Dr. Jan Wessels/VDI/VDE-IT, Institut für Innovation und Technik (iit):Vergleich der Impact-Analyse-Methoden aus den Evaluationen der FP5 Programme Growth und IST WING-Interfaces PDF
Jahrestagung Klagenfurt 2008
Auf der Jahrestagung in Klagenfurt wurden die zwei folgenden Workshops durchgeführt:
Stellenwert von Evaluationen für Fördermaßnahmen in der FTI-Politik
Impulsreferate:
Paneldiskussion mit:
Moderation:
Systemevaluation - Policy-Evaluation – Strategieevaluation
Referenten:
Moderation:
Frühjahrstreffen 9. Mai 2008 in Berlin: "Cluster- und Netzwerkevaluation"
Cluster- und Netzwerkprojekte sind zu einem wichtigen Ansatz der Technologie- und Innovationspolitik geworden. In Deutschland finden sich entsprechende Programme auf der nationalen Ebene – angefangen mit „BioRegio“ Anfang der 90er Jahre bis hin zu „Kompetenznetze Deutschland“ oder dem „Spitzenclusterwettbewerb“ heute. Noch weiter verbreitet sind Cluster- und Netzwerkansätze aber auf der Ebene der Bundesländer bzw. subregionaler Ebenen. Auch die Europäische Union hat mit ihrem Programm „Europe Innova“ den Cluster- und Netzwerkansatz in ihre Innovationspolitik integriert.
Für die Evaluation von Technologie- und Innovationspolitik bedeuten Cluster- und Netzwerkansätze eine spezifische Herausforderung. Regionale Rahmenbedingungen, Besonderheiten der Akteurskonstellation, Eigendynamiken der Interaktion prägen Netzwerke und Cluster in besonderem Maße. Evaluationen haben nicht nur Effekte staatlicher Intervention zu analysieren, sondern müssen endogene Prozesse und individuelle Besonderheiten zum Teil deutlich stärker mit berücksichtigen, als die bei der bislang vorherrschenden Programmförderung von Verbundprojekten der Fall war. In den letzten Jahren hat sich hier ein breiterer Erfahrungsschatz in Hinblick auf Evaluation aufgebaut, der für zukünftige Cluster- und Netzwerkevaluationen zu nutzen ist.
Beiträge:
Dokumentation der Veranstaltung als AK-Veröffentlichung (PDF)
Dokumentation der Veranstaltung als Veröffentlichung in der Zeitschrift für Evaluation (PDF) (http://www.waxmann.com/index2.html?zs/zeval.html)
Jahrestagung in Lüneburg 2006
Evaluation von Netzwerken in der grundlagenorientierten Forschung gemeinsam mit dem AK Hochschule
Die Förderung von Netzwerken spielt im Bereich der grundlagenorientierten Forschung eine zunehmend wichtige
Rolle. Aus diesem Grund haben sich der AK FTI-Politik und der AK Hochschule während der Jahrestagung
der DeGEVal in Lüneburg zum Leitthema "Netzwerkevaluation - Evaluation von Netzwerken" mit der Frage der
Evaluation von Netzwerken in der grundlagenorientierten Forschung und Forschungsförderung befasst.
Die Beiträge stellen konkrete Evaluationsstudien, deren methodische Ansätze und Ergebnisse zur Diskussion.
• Evaluation der Sonderforschungsbereiche in Österreich
(Dr. Jakob Edler, Fraunhofer ISI)
• Erfahrungen mit der soziale Netzwerkanalysen am Beispiel der Evaluierung
des österreichischen Genomforschungsprogramms GEN-AU (Dr. Roald Steiner, KMU FORSCHUNG AUSTRIA)
• Interinstitutionelle Zusammenarbeit in DFG-geförderten Kooperationsprogrammen:
Identifikation von Forschungs-Clustern mit Hilfe der Sozialen Netzwerkanalyse
(Dr. Jürgen Güdler, DFG, Direktor Informationsmanagement)
Evaluation von Netzwerkförderung in den Neuen Bundesländern gemeinsam mit dem AK Strukturpolitik
Der AK FTI-Politik und der AK Strukturpolitik haben sich während der
Jahrestagung der DeGEVal in Lüneburg zumLeitthema "Netzwerkevaluation -
Evaluation von Netzwerken" mit der Frage der Evaluation der Netzwerkförderung
in den Neuen Bundesländern befasst. Hintergrund für die Themenwahl ist die
Beobachtung, dass seit Beginn der 1990erJahre eine Vielzahl von Förderprogrammen
sich dem Ziel des Aufbaus vonInnovationsnetzwerken gewidmet hat. Zu diesen
Förderprogrmmen existiert ebenfalls eine Vielzahl von Evaluationsstudien,
deren methodische Ansätze und Ergebnisse zur Diskussion gestellt wurden.
Die Beiträge im Einzelnen:
Frühjahrstreffen 2006 in Karlruhe
am 16. Februar 2006 fand am Fraunhofer ISI in Karlsruhe ein Frühjahrsworkshop zum Thema "Evaluation von Institutionen" statt. Leitthemen waren:
Beiträge:
Die Frage nach der Wirkung von Evaluationen gilt auf allen Ebenen der FTI-Politik, d.h. auf der Ebene von Projekten, Programmen, aber auch von Institutionen. Nachdem wir uns auf den vergangenen AK-Sitzungen bereits mehrfach dem Thema Evaluation von (Forschungs-)Institutionen gewidmet hatten, wollten wir die Jahrestagung in Essen dazu nutzen, über eine besondere Form von Institutionen – die "Agencies" bzw. "Projektträger" zu sprechen. Grund hierfür ist ein einerseits in vielen Ländern und auch auf Ebene der Kommission sichtbarer Trend zur "Agencification", andererseits aber auch deren spezifische Rolle im FTI-System, nämlich als Mittler zwischen Minsterien, Fördernehmern und externen Evaluatoren. Damit sind sie von allen Seiten mit den entsprechenden Erwartungen konfrontiert und müssen auf der Basis dieser heterogenen Stimmen ihre Arbeit verrichten.
Leitfragen waren:
A) Agencies als Gegenstand von Evaluationen
B) Agencies als Betreuer, Konzipierer, Umsetzer von Evaluationen
ReferentInnen:
A: Allgemeiner Teil
Moderation: Dr. Susanne Bührer, Fraunhofer ISI, Karlsruhe
Block B: Fallbeispiele ·
Titel: "Forschungseinrichtungen, Förderorganisationen und Förderprogramme: Wege der Evaluierung und Konsequenzen für den Reformprozess"
Nachdem sich der AK in den vergangenen Jahren neben der Evaluation von komplexen Multi-Akteur-Programmen (Kassel 1999, Karlsruhe 2000) insbesondere der Evaluation von Forschungseinrichtungen (Berlin 2000, Speyer 2001) gewidmet hat, knüpfte das Arbeitsprogramm für die Jahrestagung in Wien 2004 direkt an:Unter dem Titel "Forschungseinrichtungen, Förderorganisationen und Förderprogramme: Wege der Evaluierung und Konsequenzen für den Reformprozess" wurden in der ersten Hälfte des Workshops Beiträge zu den Themen:
gehört. Daran anschließend wurde der bisherige Themenkomplex erweitert und die Frage nach den spezifischen Herausforderungen gestellt, die mit der Evaluation von Forschungsförderungsorganisationen verknüpft sind. Als Beiträge konnten wir gewinnen:
Angesichts der erheblichen Umstrukturierungen, die derzeit im österreichischen FTI-System zu beobachten sind, erfolgt insbesondere bei den letztgenannten Prä-sentationen ein enger Brückenschlag zum Leitthema der Jahrestagung, der Qualität von Reformen. Zur Logik und Motivation sowie zum Stand der Umsetzung der Umstrukturierungen wird es einen kurzen Input von Dorothea Sturn geben.
Auf der Jahrestagung In Hamburg wurden zwei Workshops durchgeführt. Der erste fand gemeinsam mit dem AK Hochschule statt und widmete sich dem Thema:
Forschungsevaluation und Forschungsexcellenz
Leitfragen waren:
Als ReferentInnen konnten gewonnen werden:
Der zweite Workshop widmete sich dem Thema:
Evaluation im Kontext des 6. Rahmenprogramms
Leitfragen hier waren:
Die ReferentInnen und Beiträge waren:
Thema des Workshops war: Evaluationsstandards in der Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik: Praktische Beispiele für HerausforderungenDie Akteure im Bereich Evaluation von Forschungs- und Technologiepolitik sind zum Einen sehr heterogen (Naturwissenschaftler und Techniker, Wirtschaftswissenschaftler, Sozialwissenschaftler), zum Anderen mangelt es derzeit trotz der zunehmenden Nachfrage noch an übergreifenden Institutionen oder Netzwerken, die eine Verbreitung der Evaluationsstandards zumindest erleichtern würden. Aus diesem Grund wurde diskutiert,
Vortragsfolien:
Der AK FTI Politik - hat im Juni 2002 gemeinsam mit der Plattform Evaluierung Forschung und Technologiepolitik -Österreich in Wien einen Workshop durchgeführt zum Thema:
Die Rolle von "Räten" in der FTI Politik: Politikberatung, Politikgestaltung, Politikevaluierung
Hintergrund: In einigen Ländern haben Räte sehr wichtige Funktionen bei der strategischen Orientierung von Technologiepolitik, was mit einer ganzen Reihe genauer zu analysierenden Vor- und Nachteile verbunden ist: größere oder kleinere Anfälligkeit des Systems gegenüber Lobbying, Neupositionierung der zuständigen Ministerien, Informationsasymetrien, Komplettierung oder auch Überdeterminierung des Policy Cycles, etc. Darüber hinaus gibt es klassischerweise zwei verschiedene Arten von Räten - zum einen die "Councils" wie wir sie z.B. aus U.K. her kennen, die eher die Funktion von Finanzierungsagenturen haben zum anderen die Politikberatungsfunktion wie etwa der deutsche Wissenschaftsrat oder auch der österreichische Rat für Forschung und Technologieentwicklung. Primäres Thema der Frühjahrstagung soll die Beratungsfunktion sein.Inhalte bzw. Leitfragen lauteten:
Nach einem einführenden Beitrag zum Thema: Internationaler Vergleich von "scientific advisory structures" (Susanne Bührer (Fraunhofer ISI, D) wurden vier Einzelfälle näher vorgestellt und diskutiert:
Der Workshop zur Jahrestagung hatte das Thema "Systemevaluation von Forschungseinrichtungen in Deutschland – Konsequenzen?"Zum Thema:
Seit den 1990er Jahren wurden in Deutschland vermehrt Forschungsinstitutionen als solche evaluiert. Im Dezember 1996 beschlossen die Regierungschefs von Bund und Ländern, als Teil einer Betrachtung der Bund-Länder-Forschungsfinanzierung die Evaluation aller gemeinsam finanzierten Forschungseinrichtungen zu veranlassen. Im Frühjahr 1999 schloss eine internationale Kommission eine „Systeme
Die Beiträge des Frühjahrstreffens 2008 zum Thema "Cluster- und Netzwerkevaluation"wurden in einer Broschüre des Arbeitskreises veröffentlicht, die hier online abgerufen werden kann.
Vorläufiges Programm
Herzliche Grüße vom Sprecherteam
Dr. Jan Wessels
VDI/VDE Innovation + Technik
Steinplatz 1
10623 Berlin
Tel.: 030-310078-229
Fax: 030-310078-216
Dr. Sonja Sheikh
KMU Forschung Austria, Wien
E-Mail:
-> CV
Dr. Marianne Kulicke
Fraunhofer ISI
E-Mail:
Dr. Jan Wessels
VDI//VDE Innovation + Technik GmbH
E-Mail: