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Aktuelles

Frühjahrstagung 2016 des AK-Epol

Die Frühjahrstagung des AK Epol wird vom 14. bis 15. April 2016 in Hamburg bei der GFA Consulting Group stattfinden. Dabei widmen wir uns dem Thema "Monitoring & Evaluierung in fragilen Kontexten - Was tun in Afghanistan, Syrien, Sierra Leone…?".

Mehr Informationen finden Sie im vorläufigen Programm.

Bei Interesse melden Sie sich bitte bis spätestens 01.04.2016 über folgenden Link an: https://de.surveymonkey.com/r/JV7HSVH

Zuletzt geändert: 29. März 2016

Effizienzbewertung in Evaluation

Nach zwei Jahren legt die Arbeitsgruppe Effizienz nun ihre Handreichung zum Thema vor (Download hier). Wer sollte die Handreichung lesen? Um was geht es konkret? Wir sprachen mit Jens Koy, dem Koordinator der AG.

AK-Epol: An wen richtet sich das Papier?

Jens Koy: An GutachterInnen und Auftraggebende, die die Analysen im DAC-Kriterium „Effizienz“ in Projekt- und Programmevaluationen weiter qualifizieren wollen. Es geht um „durchschnittliche“ Projektevaluierungen und Programme der Entwicklungszusammenarbeit mit Evaluationsteams von 1-2 Personen, 10-20 Tagen Feldaufenthalt bei einer Gesamtevaluationsdauer von ca. 25-35 Tagen pro GutachterIn.

AK-Epol: Um was geht es konkret?

JK: Wie können in 1-2 Tagen Erhebungen zu „Effizienz“ vorgenommen werden? Dafür ist wichtig, dass EvaluatorInnen die Fragestellungen der Effizienzbewertung in ihr bereits vorhandenes Repertoire an Erhebungsmethoden und -instrumenten, wie Aktenanalysen, Interviews, Gruppengespräche, Workshops und Fragebögen, integrieren können. Dafür haben wir eine Reihe von Beispielen ausgearbeitet. Ein anderer wichtiger Punkt für die Effizienzbetrachtung ist der Vergleich. Wir haben dazu vier Ebenen identifiziert, wovon die allermeisten EvaluatorInnen schon heute 2-3 verwenden, sie aber i.d.R. nicht für die Effizienzdiskussion nutzen: a) Vergleich mit den früheren Vorgehensweisen im Projekt, b) Vergleich mit anderen Projekten, c) Standardindikatoren/Statistiken und  d) kontrafaktischer Vergleich im Sinne von: Was wäre eine effizientere Situation? Des Weiteren haben wir Tipps und Anregungen für die Nutzung von Stückkosten, Expenditure Tracking und Benchmarking aufgeführt…

AK-Epol: Das hört sich schon ganz schön umfassend an. Sollten jetzt Effizienzbewertungen in jeder Evaluation vertieft  werden?

JK: Nein! Gute Evaluationen benötigen nicht zwangsläufig explizite Effizienzanalysen. Ist zum Beispiel die Zusammenarbeit zwischen Geldgeber bzw. Förderorganisation und Partnerorganisation angespannt, dann können vertiefte Fragestellungen der Relevanz (Tun wir das Richtige? Ist unser Arbeitsansatz Stand der Fachdiskussion?) oftmals hilfreicher in puncto Erkenntnis, Lernen und Zusammenarbeit sein. 

AK-Epol: Und wie geht es jetzt weiter?

JK: Die Praxis der Effizienzbewertung bei Projekt- und Programmevaluationen in der Entwicklungszusammenarbeit steckt in vielen Bereichen noch in den Anfängen. Die aus anderen Arbeitsbereichen wie der Volks- und Betriebswirtschaft verfügbaren Methoden und Vorgehensweisen sind oft wenig alltagstauglich für die EZ. Von daher will und kann die Handreichung keine abschließenden Weisheiten verkünden, sondern nur zur maßvollen und bedarfsgerechten Anwendung von Methoden und Vorgehensweisen ermuntern. Sehr wichtig ist jetzt die Anwendung in der Evaluationspraxis. Sollten wir einen weiteren Bürokratisierungsschub feststellen, dann klingeln die Alarmglocken und wir müssen gegensteuern.

AK-Epol: Vielen Dank für das Gespräch! 

Zuletzt geändert: 05. Oktober 2015

Artikel: Sind Evaluationen grau und langweilig? Veröffentlichung, Verwertung und Verbreitung von Entwicklungsevaluierungen

Sind unsere Evaluierungen viel zu technisch und zu langweilig, als dass die Öffentlichkeit sie wahrnimmt? Zur Erfüllung von Evaluationsaufträgen sind in aller Regel auch Datenbearbeitungen und Bewertungen zu technischen Details notwendig – kann man da erwarten, dass sie in Gänze tatsächlich durch die Öffentlichkeit wahrgenommen werden? Diesen und weiteren Fragen zum Thema Verwertung, Verbreitung und Veröffentlichung von Entwicklungsevaluierungen widmete sich der AK Entwicklungspolitik auf seiner diesjährigen Frühjahrstagung... (zum Artikel)

Zuletzt geändert: 14. August 2015

Dokumentation der Frühjahrstagung 2015 des Arbeitskreises Entwicklungspolitik

Tagungsthema: „Sind Evaluationen grau und langweilig? Veröffentlichung, Verwertung und Verbreitung von Entwicklungsevaluierungen“

13.-14. April 2015

Gastgeber: Brot für die Welt – evangelischer Entwicklungsdienst, Berlin

Montag, den 13.4.2015

Als Mitglied des Sprecherteams begrüßte zunächst Fr. Dr. Neubert die rund 50 Tagungsteilnehmerinnen und –teilnehmer aus Wissenschaft, EZ-Organisationen, politischen Stiftungen und der Consultingwirtschaft. Sie bedankte sich bei den Gastgebern für die Räumlichkeiten und die Organisation.

Fr. Neubert stellte die zentralen Fragen der Tagung vor, die in den eineinhalb Tagen produktiv und kontrovers diskutiert werden sollten. Die Klärung dieser Aspekte sei zentraler Auftrag der anwesenden Evaluatoren und Institutionen.

• Sind unsere Evaluierungen viel zu technisch und zu langweilig, als dass die Öffentlichkeit sie wahrnimmt?

• Zur Optimierung von Evaluierungen sind technische Details notwendig - sollen Evaluierungsergebnisse überhaupt durch die Öffentlichkeit wahrgenommen werden?

• Ist die Öffentlichkeit überhaupt an der Wirksamkeit von Vorhaben interessiert?

• Wenn ja, soll an der Vermarktung der Ergebnisse gearbeitet werden?

Nach Vorstellung des Programms übergab Fr. Dr. Neubert an Jens Koy, der als Moderator durch den Tag führte.

Im ersten inhaltlichen Block stellte die AG Effizienz, vertreten durch Barbara Winker von der Kindernothilfe, Bernhard Hoeper von der Welthungerhilfe und Jens Koy, den aktuellen Stand der Handreichung „Effizienzbewertung in Evaluationen“ vor. Fazit der Überlegungen der AG sei, dass mit der Effizienzbewertung sofort begonnen werden könne. Im Zentrum stehe die Frage, was der Mitteleinsatz koste und welche alternativen Vorgehensweisen es gebe. Sie betonten, dass die Bewertung des Kriteriums nicht als Audit, sondern als Lerninstrument zu sehen sei (weiter & Präsentation).

Im Anschluss gab Alexander Kocks von der DEval einen Input zur Cost-Utility Analysis. Diese Methode eigne sich für Maßnahmen mit mehreren, nicht-monetären Outcomes. Um unterschiedliche Outcomes zueinander in Beziehung zu setzen, müssten diese unter Anwendung verschiedener Methoden in Nutzwerte transferiert werden. Dazu böte sich eine Zusammenarbeit mit der Zielgruppe an. (weiter….).

Nach der Mittagspause begann der Block zum eigentlichen Tagesthema: Sind Evaluationen grau und langweilig? Tilman Henke, Leitung des Vorstandsbereichs Finanzen, Organisation und internationale Personaldienste bei Brot für die Welt – evangelischer Entwicklungsdienst, begrüßte die Teilnehmer. Er betonte, dass Evaluierungen elementarer Bestandteil der Arbeit von Brot für die Welt als lernende Organisation seien. Empfehlungen und Ergebnisse würden aber oft nur von den unmittelbar Beteiligten genutzt. Wichtig sei es daher, Querschnitte zu anderen Gebern und den Partnern im Süden herzustellen. Für den Austausch mit der Öffentlichkeit sei die Aufbereitung in verständliche Sprache zentrales Kriterium. Zusätzlich sei die Nutzung neuer medialer Wege über Film oder interaktive Websites in Betracht zu ziehen.

In der Keynote betrachtete der freie Journalist Dirk Asendorpf die Frage, warum Medien nicht über Evaluierungen berichten würden. Unabhängige Medien könnten vor allem durch kontraintuitive, originelle Themen begeistert werden, wozu die anonymisierten, technischen und oft gesichtslosen Evaluierungen nicht passten. Außerdem berge die Veröffentlichung ein gewisses Risiko, da die Endredaktion nicht mitgestaltet werden könne. Ein großer Teil des Verwertungspotenzials bliebe somit ungenutzt (weiter…).

Im Anschluss boten parallel verlaufende Werkstattgespräche Raum für offene Diskussionen. Die zentralen Erkenntnisse wurden anschließend im Plenum präsentiert (weiter…).

1) Wie erreichen wir die Aufmerksamkeit der Medien? mit Dirk Asendorpf (freier Journalist)

2) Zur Perspektive der Humanitären Hilfe , mit Katja Maurer von Medico International

3) Veröffentlichung von Evaluierungsergebnissen - Gefahr oder Chance für spendensammelnde Organisationen? mit Matthias Lanzendörfer (Misereor), Bernhard Hoeper (Welthungerhilfe) und Thorsten Baer (World Vision Deutschland).

4) Von Evaluation erzählen – Welche Geschichten braucht ein Redakteur? – mit Gregor Jungheim (Magazin DIE STIFTUNG)

Dienstag, den 14.4.2014

Zu Beginn des zweiten Tages stellte Martina Vahlhaus von der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) die Realität der TZ-Evaluierung und die Organisation von Wahrnehmung dar. Die GIZ veröffentliche alle Ergebnisse in Form von Kurzberichten oder journalistisch aufgearbeiteten, übergreifenden Broschüren. Die Verbreitung würde durch Veranstaltungen, die Nutzung von Plattformen und enge Zusammenarbeit mit der Unternehmenskommunikation unterstützt. Zentrale Herausforderung seien wiederum die Sprache und Länge der Berichte im Allgemeinen und die Aufbereitung der DAC-Kriterien im Speziellen (weiter & Präsentation).

Im Anschluss berichtete Eva Terberger von der KfW Entwicklungsbank über die Farbigkeit von FZ Evaluierungen und deren eher graue Berichterstattung. Während die Inhalte in den Augen der Evaluierer/innen schillernd und interessant seien, interessiere sich kaum jemand anderes dafür. Die KfW wirke dem durch ein neues Berichtsdesign und eine verständliche Sprache in Kurzfassungen entgegen. Auch würde operatives Personal mit auf Evaluierungsmissionen entsendet, um Erfahrungen in das eigene Projektmanagement zu transferieren. Wichtig sei außerdem die zielgruppengerechte Aufbereitung. Abschließend plädierte sie für Bescheidenheit der Evaluierer/innen, da Entwicklungspolitik auch durch andere Faktoren maßgeblich beeinflusst würde (weiter & Präsentation).

In einer lebhaften Abschlussdiskussion wurden die Vorträge resümiert sowie offen geblieben Fragen formuliert. Vor allem standen dabei der Fokus auf die interne Verbreitung und das institutionelle Lernen, die Aufbereitung für die Öffentlichkeit sowie der Anspruch an die Weiterverwendung der Ergebnisse zur Debatte (weiter…).

Der inhaltliche Teil der Tagung endete mit einer Themensammlung für die Frühjahrstagung 2016. Fr. Neubert wies darauf hin, dass sich vor allem Themen mit einem methodischen und einem sektoralen Bezug bewährt hätten. Folgendes wurde gesammelt:

• Moderierte Diskussionsforen, zum Beispiel zum Thema Genderfrage: (Tagungsthema oder AG)

• Monitoring

o Wie sollen Monitoringsysteme aussehen um Evaluierbarkeit herzustellen?

o Monitoring der SDGs in Zusammenhang mit der Nachfolgediskussion zu Busan (Global Monitoring Framework)

• Neue Instrumente und Methoden zur Wirkungsmessung

• Wie lassen sich Evaluierungen bedarfsgerechter gestalten?

o Wie spiegeln wir Ergebnisse zurück ins Feld, was benötigen die Partner?

o Wie werden Ergebnisse in house verbreitet und wie zwischen den Häusern?

o Wie kann man Evaluierungen als OE Instrument nutzen?

o Wie kann die Datensammlung effizienter gestaltet werden, vor allem unter Verwendung moderner Technologie?

• Randomised Control Trials (RCT)

• OE im Bereich des Monitoring: Behinderung oder Tool für wirkungsorientiertes Monitoring?

• Wie evaluieren wir capacity development? Verbindung mit Effizienz Messung

• Abbau von Demokratie und Speckröllchen der EZ (Menge der gesammelten Daten steht nicht im Verhältnis zur Reflexion)

• Evaluierung in fragilen Staaten

o Evaluierung von Friedensbildungsprozessen

• Crowdsourcing bei Evaluierungen: wie können mehr Ressourcen genutzt werden?

Im abschließenden Blitzlicht wurde die Vielfalt des Themas und die Möglichkeit zum Austausch gelobt. Das Sprecherteam bedankte sich bei allen Teilnehmenden und verabschiedete sich!

Im Anschluss zum inhaltlichen Teil der Tagung fand daraufhin die Sitzung des Arbeitskreises Evaluation von Entwicklungspolitik statt (weiter...).

Zuletzt geändert: 16. Juni 2015

Einladung zur Frühjahrstagung 2015

Am 13. und 14. April 2015 veranstaltet der Arbeitskreis Entwicklungspolitik bei Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst in Berlin seine Frühjahrstagung mit dem Titel: "Sind Evaluationen grau und langweilig? Veröffentlichung, Verwertung und Verbreitung von Entwicklungsevaluierungen“.

 

Ziel der Frühjahrstagung ist es, zum einen die Ursachen des geringen öffentlichen Interesses für das Thema Evaluation zu erörtern und zum anderen Wege für eine stärkere Wahrnehmung zu identifizieren. Hierzu sind Vertreter/innen aus Politik und Medien eingeladen, um mit den Mitgliedern Möglichkeiten und Anforderungen an eine öffentlichkeitswirksame ‚Vermarktung‘, aber auch selbstkritische Debatte von Evaluationen zu diskutieren. Ziel der Diskussion ist es, Strategien und Formate für eine verbesserte Kommunikation des Themas Evaluation in der Gesellschaft insgesamt zu entwickeln.

 

Weitere Informationen zur Tagung, das Programm sowie das Anmeldeformular zum Download finden Sie hier.

 

Wir würden uns freuen, Sie zu unserer Frühjahrstagung begrüßen zu dürfen!

 

Das Sprecherteam

Zuletzt geändert: 07. Februar 2015

Effizienzbewertung in Evaluationen

Die AG Effizienz des AK Entwicklungspolitik stellt den Entwurf ihrer Handreichung zur Effizienzbewertung von Projekten und Programmen der Entwicklungszusammenarbeit zur Diskussion. Rückmeldungen bitte bis zum 14.04. an Jens.Koy@web.de (Mehr dazu im Papier auf Seite 4). Wir wünschen gute Lektüre (Download Handreichung hier).

Zuletzt geändert: 07. Februar 2015

Die Frühjahrstagung des AK Epol wird vom 14. bis 15. April 2016 in Hamburg bei der GFA Consulting Group stattfinden. Dabei widmen wir uns dem Thema "Monitoring & Evaluierung in fragilen Kontexten - Was tun in Afghanistan, Syrien, Sierra Leone…?".

Mehr Informationen finden Sie im vorläufigen Programm.

Bei Interesse melden Sie sich bitte bis spätestens 01.04.2016 über folgenden Link an: https://de.surveymonkey.com/r/JV7HSVH

Sprecherteam insgesamt

E-Mail: sprecherteam@ak-epol.de

 

Einzelkontakte:

Susanne von Jan
Hanns-Seidel-Stiftung e.V.

E-Mail: jan@hss.de 

Jens Koy
Freier Gutachter

E-Mail: Jens.Koy@web.de